19. August 2017

Picknick oder Grillabend: Mangoldlaibchen | Thai-Gurkensalat

Gurkensalat mit gerösteten Erdnüssen: Ob er pikant oder sehr scharf ausfällt, kann über die Menge der verwendeten Chilischoten geregelt werden. 

Die Mangoldstauden gedeihen gerade im Garten der Küchenjungenmutter ganz prächtig und so gibts mindestens einmal in der Woche ein Mangoldgericht. Wer den Mangold gerne "Kroatenspinat" nennt, dem sei hiermit kluggeschissen, dass es sich dabei um ein Rübengewächs und keineswegs um einen Spinatverwandten handelt. Allerdings werden im Gegensatz zu anderen Rüben nur die Blätter und Stiele, nicht aber die Wurzeln verzehrt. Mangold harmoniert gut mit Erdäpfeln und - wer mag - Knoblauch, wie Kroatienreisende sicher wissen. Überdies ist er sehr gesund (Vitamine K, A, E, Natrium, Magnesium, Kalium, Eisen).


Für ein sommerliches Picknick, aber auch ein Essen zuhause eignen sich die beiden folgenden Gerichte. Wer also mal etwas anderes als Fleischlaberl (Frikadellen) mit herkömmlichem Gurkensalat in den Picknickkorb packen will, bitte sehr:

Das ist ein leicht abgewandeltes Rezept von Volker Mehl.

Mangoldlaibchen (7-8 Stück)


1 halbe Staude Mangold
300 g Erdäpfel
50 g feine Haferflocken
2 EL Cashewbruch (oder grob gehackte Cashewkerne)
1 EL scharfer Senf
10 getrocknete Cherrytomaten
Salz, Pfeffer
1 TL Currypulver
1 MS Cayennepfeffer
Olivenöl zum Braten


Die Erdäpfel kochen, auskühlen lassen, schälen und mit einer Gabel zerdrücken. Die Cashewkerne in einer Pfanne ohne Fett bräunen und evt. grob hacken. Die getrockneten Tomaten in warmem Wasser für ein paar Minuten ziehen lassen, danach ausdrücken und in kleine Stücke schneiden.

Den Mangold waschen, klein schneiden und ca. 5 Minuten köcheln, dann abseihen und gut ausdrücken. Den Mangold mit den übrigen Zutaten vermischen und würzen. Gut verkneten, zu kleinen Laibchen formen und flach drücken. Die Laibchen in etwas Olivenöl auf beiden Seiten knusprig braun braten.



❥❥❥

Diesen Gurkensalat auf Thaiart habe ich zu einem Grillabend bei Freunden mitgebracht. Er passte sehr gut zu den gegrillten bzw. sous-vide gegarten Lachssteaks. Er begleitet aber sicherlich auch sehr gerne die Mangoldlaibchen. Die Kombination Gurken und Erdnüsse habe ich als Salat vor Jahren auf einem südthailändischen Nachtmarkt gegessen. Natürlich war der Salat dort wesentlich schärfer. 😈


Thai Gurkensalat (4 P.)


2 Gurken
1 kleine Zwiebel
1 rote Chilischote (oder wer will, mehr)
4 EL Verjus (oder milder Essig)
süße Chilisoße
2 EL thailändische Fischsoße
etwas Rohrzucker
2-3 Knoblauchzehen
100 g geröstete Erdnüsse
1 Bund Koriandergrün

Die Knoblauchzehen fein hacken und trocken in einer Pfanne rösten. Die Gurken der Länge nach teilen, entkernen und in dünne Scheiben hobeln. Die Zwiebel schälen, halbieren und in Halbringe schneiden. Beides gemeinsam mit der fein gehackten Chilischote, dem Knoblauch und den Erdnüssen in eine Schüssel geben und mit dem Verjus (oder Essig), Fischsoße, süßer Chilisoße, Rohrzucker marinieren und abschmecken. Evt. mehr Essig, Chilisoße oder Fischsoße nehmen. Mit dem gehackten Koriandergrün bestreuen.


Ein leicht abgewandeltes Rezept von Ayurvedakoch Volker Mehl: knusprig gebratene, pikante Mangoldlaibchen.

17. August 2017

Der wilde Greilinger, ein Pfirsichkuchen

Der wilde Greilinger, ein saftiger Pfirsichkuchen mit Kokostopping.

"Unlängst", wie fraumutter gerne sagt, wobei der Begriff "unlängst" in etwa einen Zeitrahmen von zwei Tagen bis zwei Jahren umfasst, also ungefähr. Eher nicht so genau. Unlängst jedenfalls weilte frau im schönen Yspertal. Und genoss zwischen einer Ysperklammwanderung und einer Yogaeinheit einen "Wilden Yspertaler". Das war ein als "Heiße Liebe" seit Jahrzehnten bekannter Eisbecher mit Bio-Vanilleeis und heißen Himbeeren, ergänzt durch Kokosraspeln (anscheinend der wilde Part in der Geschichte) und eigentlich sehr gut.

Der Herr Greilinger wiederum ist der Spargel-, Gemüse- und Obstbauer meines Vertrauens am samstäglichen Karmeliter Bauernmarkt und seine Pfirsiche sind ein Traum. Letzten Samstag fragte ihn eine unwissende Dame ganz ungeniert, ob es sich bei den von ihm angebotenen Früchten denn um einheimische Pfirsiche handle. Das dürfte ihm wohl noch nie passiert sein - diese Unwissenheit! - , so entrüstet wie er war. Und ihr gleich stante pede sämtliche Eckdaten zu seinem eigenen Pfirsich-!, Marillen-!! und Kirschen!!!anbau lieferte.

Und so gab es am Wochenende einen saftigen


Pfirsichkuchen "Der wilde Greilinger"


200 g Butter
190 g Staubzucker
1 gehäufter TL Vanillezucker
abgeriebene Schale einer halben Zitrone
1 EL Rum
1 MS Zimt
4 große Eier 
50 g Dinkelvollkornmehl
150 g Dinkelmehl weiß (700)
1 TL Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz
2-3 Pfirsiche
1-2 EL Kokosraspel

Pfirsiche waschen, abtrocknen, entkernen und in Spalten schneiden. Die Eier trennen. Eiklar mit der Prise Salz zu cremigem Schnee schlagen. Die weiche Butter mit dem Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Rum mixen. Die Dotter einzeln dazugeben und cremig rühren.

Mehl, Backpulver und Zimt vermengen und abwechselnd mit dem Eischnee unterheben. Die Masse in eine befettete, bemehlte Kuchenform streichen, mit den Pfirsichspalten belegen und den Kokosraspeln bestreuen. Ca. 45 Minuten bei 175° backen. 


😇😇😇

Auswärtig essen waren wir auch wieder mal. Und zwar für frau eher untypisch in Simmering (obwohl ich vor Jaaaahren, da passt jetzt "unlängst" wirklich nimmer, in Simmering gewohnt hab). Ein wirklich empfehlenswertes, bobofreies und einen Ausflug ins wilde Simmering wert seiendes Gasthaus (fährt eh quasi die U3 hin) ist das Gasthaus Stern. Es gab für frau ein Eierschwammerlgulasch mit Serviettenknödeln und für den Küchenjungen Rindsroulade und danach eine riesige Cremeschnitte. Und ganz guten Wein vom Bio-Artner aus Göttlesbrunn. So sollen Außenbezirke sein!



31. Juli 2017

Sommersalat - am besten im Freien genießen

Sommersalat mit Grillkäse, Pfirsichen und Mandelblättchen

Während die gelernten Wiener bereits seit Tagen über diese "Affenhitze" stöhnen, ist der Motor bei frau endlich warm gelaufen und es hat sich Sommerfeeling eingestellt. Diese Stimmung wird noch durch die Aussicht auf eine baldige Beendigung der Bauarbeiten in unserem Haus und damit auf mögliche Balkönchensessions verstärkt. ☺

Der Salat, den wir heute zubereiten, lässt sich nicht nur abends auf dem Balkon verzehren, sondern eignet sich auch als leichtes Mittagessen bzw. für ein Picknick auf der Wiese. In diesem Fall einfach die Marinade in einem separaten Glas mitnehmen und erst vor dem Verzehr über den Salat gießen.


Salat mit Grillkäse, Pfirsich und Mandeln (1 P.)


1 Handvoll Blattsalate
1 Stück Grillkäse (z.B. Ja natürlich! Grillkäse mit Kräutern)
1 Pfirsich
1 El Mandelblättchen
Saft einer halben Zitrone
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 TL Honig
1 EL Wasser
2-3 Zweige Thymian (frisch oder getrocknet)

Für die Marinade Zitronensaft, Olivenöl, Honig, Wasser, Salz, Pfeffer und Thymian vermischen und ziehen lassen.

Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten. Grillkäse und den geviertelten oder halbierten, geschälten und entkernten Pfirsich auf dem Plattengriller (oder in einer Grillpfanne) grillen bzw. rösten.

Den Salat waschen, in kleine Stücke reißen und auf einem Teller anrichten. Mit dem Grillkäse und dem Pfirsich anrichten, mit den Mandelblättchen bestreuen. Die Marinade darübergießen. 

🌻🌻🌻



Fisolen-Senf-Salat (1 P.)


1 Handvoll junge, gelbe Fisolen (oder grüne)
1 EL scharfer Senf (Luschdnoer! :-)
2 EL Olivenöl
2 EL Essig nach Wahl 
2 EL Wasser
Kräutersalz
schwarzer Pfeffer

Die Zutaten für die Marinade in ein Schraubglas geben und dieses gut schütteln. Die Fisolen putzen, in Stücke schneiden und bissfest köcheln. Noch warm marinieren und etwas ziehen lassen.

Der Himmel über dem Augarten ❤❤❤

5. Juli 2017

Der ultimative Sommersalat

Sommerlich erfrischender Salat mit Wassermelone, Feta und Pinienkernen

Vor Kurzem fragte eine Freundin im lauschigen Buschenschank in Residence (freilich mehr rhetorisch) in die Runde: "Gibt es eigentlich irgendjemanden, der Wassermelone nicht mag?" Ich kenne jedenfalls niemanden.  Und somit basteln wir heute den ultimativen Sommersalat für alle, der satt, aber nicht angegessen macht.

Salat mit Wassermelone, Feta und Pinienkernen (1 P.)


ein paar Blätter Pflücksalat* 
1/4 kleine Wasssermelone (je nach Größe)
1 Stück Feta
1 EL Pinienkerne
2 EL Olivenöl
2 EL milder Essig (z.B. Birnenbalsam)
Salz
Zitronenpfeffer oder schwarzer Pfeffer
1/2 TL Senf
etwas Wasser

Pinienkerne in einer Pfanne trocken anrösten. Salatblätter waschen und zerteilen.  Wassermelone und Feta in Stücke schneiden und auf den Salatblättern anrichten. Alle Zutaten für die Marinade in ein Schraubglas geben und gut schütteln. Über den Salat gießen und mit den gerösteten Pinienkernen bestreuen.

* Im Idealfall aus Peters Garten, falls Sie einen Peter mit Garten und Pflücksalat kennen.  Danke an dieser Stelle an den Herrn Projektsponsor. 😊

Ein Besuch in Jutta Ambrositsch' Buschenschank in Residence gehört für mich zum Sommer wie das Kino wie noch nie, die Nelke am Volkertmarkt, das Bundesbad Alte Donau und - glücklicherweise in diesem Jahr zuhauf angebotenen - Yogaklassen im Freien. Über letztere freuen sich nicht nur die Gelsen. 😈