4. Dezember 2023

Ein neues Gemüse landet im Wok 🌿

Tatsoi - Knackiges Kohlgemüse im Wok

Wir sind schon mitten drin in der besinnlichen Adventzeit. Und da reißt es uns auch gleich ziemlich herum, denn 1. wird uns heuer ja die kürzestmögliche Adventzeit beschert. Und 2. vervielfacht sich die Anzahl der Adventmärkte, die besucht werden wollen, scheinbar mit jedem Jahr. Daher sind nun wieder "schnelle Rezepte" gefragt. Anstatt Fast Food fraglicher Herkunft und Zutaten, die die Oma nicht gekannt hätte (hier gleich auch ein Buchtipp: Essen Sie nichts, was Ihre Großmutter nicht als Essen erkannt hätte), bereiten wir uns eine knackig-frische Gemüsepfanne zu.

Bevor jetzt jemand schreit: Ja, der Tatsoi kommt ursprünglich aus China. Die Kohlsorte ist eng verwandt mit Pak Choi und Chinakohl und reich an Vitamn A, B und C. Aber da gleich zwei Biobauernstände meines Vertrauens am samstäglichen Karmelitermarkt die frischen dunkelgrünen Blätter angeboten haben, habe ich ihn mitgenommen und ihn Sonntag Abend - nach dem Besuch der Adventmeile in Seebenstein 😇 - in den Wok geworfen.

Tatsoi, den man natürlich auch roh essen könnte (aber nicht muss), ist würziger als Pak Choi mit einer  feinen Senfnote, weswegen er auch Blattsenf genannt wird. Oder vom Küchenjungen "das neue Gemüse".

Et voilà - endlich mal wieder ein neues Rezepterl mit dem "neuen Gemüse". Dazu servieren wir den guten Basmatireis:


WOK-Gemüsepfanne mit Tatsoi (2 P.)

  • Erdnussöl (oder anderes Pflanzenöl)
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Stück Ingwer, fein gehackt
  • 1/2 Stange Porree, in Halbringe geschnitten
  • 5-6 Champignons, in Scheiben geschnitten
  • 4 Ochsenherz-Karotten (oder 2 "normale" Karotten), in Scheiben geschnitten
  • 1/2 Packung Räuchertofu (ich nehme den von Sojahaus), in Streifen geschnitten
  • 2 EL geröstete Erdnüsse
  • 2 Handvoll Tatsoi (alternativ: Pak Choi, Blattspinat oder Mangold)
  • 1 EL Honig
  • Sojasoße
  • schwarzer Pfeffer

Etwas Öl im Wok erhitzen und klein geschnittenen Ingwer, Knoblauch und Porree anbraten. Dann die in Scheiben geschnittenen Champignons und Karotten dazugeben und weiterbraten. Wenn alles noch knackig ist, kommen dann der in Streifen geschnittene Räuchertofu, die Erdnüsse und der Tatsoi dazu. Kurz weiterbraten und dann mit Honig, Sojasoße, schwarzem Pfeffer abschmecken und evt. noch etwas Wasser aufgießen. Ganz frisch aus der Pfanne, serviert mit Basmatireis, schmeckt das Gericht am besten.

Advent, Advent, das 1. Kerzerl brennt 

24. Juli 2023

Eingelegte Zucchini mit Kurkuma und Rote-Rüben-Couscous-Laibchen

Sommergemüse: Ab ins Glas -  Eingelegte Zucchini mit Kurkuma

Derzeit biegen sich die Marktstände erfreulicherweise unter ihrer Gemüse- und Obstlast. Und da wir nicht alles auf einmal aufessen können, legen wir diesmal Zucchini in ein Rexglas und begießen sie kräftig mit einem süß-sauren, sonnengelben Sud.

Diese eingelegten Zucchini erhalten durch die Zugabe von Kurkuma nicht nur eine schöne, leuchtend gelbe Farbe, sondern auch einen leicht herben Geschmack, der den süß-sauren Sud wunderbar abrundet.

Sie passen sehr gut als würzige Beilage z.B. zu Käse oder zu diversen Gemüse-Getreide-Laibchen wie den unten beschriebenen Rote-Rüben-Couscous-Laibchen.


Eingelegte Zucchini mit Kurkuma


  • 2 Zucchini
  • 1 gelbe Paprikaschote
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL Kurkuma
  • 2,5 Gläser Condimento bianco
  • 1,5 Gläser Wasser
  • 1 Glas Kristallzucker
  • 1 Gewürznelke (am besten gemahlen)
  • 1 TL gelbe Senfkörner
  • 2 EL Salz

Zucchini, Paprika und Zwiebel in dünne Stücke schneiden und in passende Einmachgläser schlichten. Die Zutaten für den Sud in einem Kochtopf vermischen, aufkochen und für 5 Minuten köcheln lassen. Den Sud über das Gemüse leeren (und das Gemüse evt. beschweren, damit alles mit Sud abgedeckt ist), und die Gläser verschließen.

Mindestens 3 Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und bald aufessen.



Rote Rüben Laibchen (10 Stück)

  • 80 g Couscous
  • 100 g rote Rüben
  • 50 g Feta
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • Kurkuma
  • Currypulver
  • Garam Masala
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Das Couscous mit der doppelten Menge kochenden Wassers übergießen und einige Minuten ziehen lassen.

Die roten Rüben schälen und in Stücke geschnitten gemeinsam mit den Sonnenblumenkernen im  Multizerkleinerer fein hacken. Die übrigen Zutaten untermischen und mit den Gewürzen abschmecken.

Kleine Laibchen formen und in Oliven- oder Sonnenblumenöl in der Pfanne beidseitig braten.

😎😎😎

Die lauschigsten Sommerorte 2023



Am Rand des Wurstelpraters gelegen - Cannaregio in Wien, leider ganz ohne Select, dafür mit Bobo-WU-Studierenden mit Dutt und Birkenstock...

Spenadlwiese mit Dosenbier und diversen Spritzern - eine ruhige Alternative zum Kugeltanz an der Hauptallee gegenüber 

Ein Ausflug zum Rotweinfestival nach Deutschkreutz führte uns auch in den weitläufigen Park des Weinguts Igler.

Definitiv einer der lauschigsten Plätze im Sommer ist das Strandbad Plank am Kamp mit dem sympathischen Buffet Bachmann. Aber psssst, nicht zu oft weitersagen...

Kino wie noch nie im Augarten - seit Jahren DIE lauschige Sommeroase in der Leopoldstadt 💜

Alle Jahre wieder... Fine Dining in "Das Kulinarium" am Längsee. Aber wie es aussieht, heuer zum letzten Mal, zumindest an diesem Standort... 😔


20. April 2023

Der erste Spargel | Frühlingsgröstl 🌸


And now for something completely different: Springtime!

frau mag es ja gar nicht glauben, aber es ist doch sowas von Frühlingszeit... Aber anstatt bei der Raritätenbörse im Botanischen Garten in die Sonne zu blinzeln und unter der japanischen Kirschbaumblüte auf der Donauinsel zu picknicken, tragen wir noch immer die Winterjacke und frieren uns am Fahrrad die Finger ab...

So what?

Her mit ein paar frühlingshaften Rezepten, damit wenigstens in der Küche der Frühling Einzug hält. Und was passt besser zum Frühling als Spargel?

Den ersten Spargel hat frau heuer bei der Durchfahrt durch Krems erstanden - und fein ist er. Zarte weiße Stangen, die für ein Frühlingsgröstl in der Pfanne landeten.


Frühühühlingsgröstl (2 P.)

  • Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 12-14 TK-Bio-Garnelen
  • 1 kleine Lauchstange (oder besser noch 4 Frühlingszwiebel)
  • 4 braune Champignons
  • 250 g dünner weißer Spargel
  • 2 Erdäpfel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Piment d'espelette
  • Gewürzmischung Maison melange (oder andere mediterrane Mischung)
  • Zitronenschale
  • 1 Spritzer Condimento Bianco
  • frische Basilikumblätter
  • Kresse

Die Erdäpfel schälen und in dünne Scheiben hobeln. Lauch in dünne Ringe, Champignons in kleine Stücke schneiden. Spargel schälen und in Stücke schneiden. 

Knoblauch schälen und halbieren und in eine Pfanne mit Olivenöl geben. Darin die aufgetauten Garnelen braten. Garnelen aus der Pfanne heben. Olivenöl erhitzen und darin das Gemüse bissfest braten, evt. etwas mit etwas Wasser aufgießen und würzen. Abschmecken und mit frischen Kräutern und/oder Kresse servieren.

🌸🌸🌸

15. November 2022

Herbstliches auf dem Teller | Kräuterseitlinge auf Pastinaken-Erdäpfel-Püree 🍄🍄🍄


Gebratene Kräuterseitlinge auf Pastinaken-Erdäpfel-Püree

Die Tage werden kürzer und so können die Abende in der Küche wieder länger werden. Am Samstag musste jedoch ein schnell zubereitetes Abendessen her, da der Jelinekfilm im Filmcasino angesagt war. Pilze eignen sich dafür recht gut - ab in die Pfanne, sind sie in wenigen Minuten abgebraten, bisschen gewürzt und gut ist es.

Kräuterseitlinge zeichnen sich durch ihr festes Fleisch und ihre Bissfestigkeit aus. Darüber hinaus sind sie auch noch gesund, enthalten Kalium, Kalzium, Phosphor und Präbiotika, die unserem Darm so gut tun. Leider wurde die Produktion der Hermann Würstel aus Kräuterseitlingen durch Neuburger aus Kostengründen inzwischen eingestellt, was hiermit beklagt werden soll. Vor allem die Käsekrainer landeten doch gelegentlich auf fraus Teller. 

Ersatz bietet der "Alles Wurscht" Würstlstand hinter der Börse, der nicht nur zahlreiche Wurstvariationen für Carnivoren, sondern auch eine vegane Bosna, die frau auch geschmacklich überzeugt hat, an frau und mann bringt. Daneben bietet "Alles wurscht" ein gar nicht klassisches Würstlstand-Repertoire aus Calamari fritti, Trüffel Pommes frittes und neben Schremser Bier auch Frizzante aus dem Fass. Kann was, dachte sich nicht nur frau und so kam es beim Erstbesuch zu einer längeren Schlange Hungriger vor dem Würstlstand.

Nun aber zurück an den eigenen Herd: Widmen wir uns den gesunden Pilzen.

🍄🍄🍄

Gebratene Kräuterseitlinge auf Pastinaken-Erdäpfel-Püree (1 P.)

Für das Püree:

  • 1 Pastinake
  • 1 Erdapfel
  • etwas Schlagobers
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss, gerieben
  • Kreuzkümmel, gemahlen

Pastinake und Erdapfel schälen und in kleine Stücke schneiden. In Salzwasser weich kochen, abseihen  und mit dem Schlagobers und den Gewürzen pürieren.

Für die Kräuterseitlinge:

  • Olivenöl
  • 1 getrocknete Chilischote
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Kräuterseitlinge
  • Salz
  • Pfeffer
  • TirolerWürze (oder Sojasoße etc.)*
  • ein paar Petersilblätter

Kräuterseitlinge in dünne Scheiben schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die geschälte, halbierte Knoblauchzehe und die Chilischote hineingeben.

Die Pilze beidseitig hellbraun braten und dann mit Salz, Pfeffer und etwas Würzsoße (mit ganz wenig Wasser) würzen. Auf dem Püree anrichten und mit frischer Petersilie bestreuen. Dazu passt z.B. ein  Blattsalat.

* WienerWürze und TirolerWürze sind in NÖ gebraute Würzsoßen, bestehen aus Lupinen, Hafer, Salz (bei der TirolerWürze geräuchertem Salz) und Wasser und stellen eine interessante, biologische Alternative aus heimischen Zutaten zu Sojasoße etc. dar.


Und davor gab es einen Aperitiv aus Alfred Wermut, Mediterranean Tonicwater und einer Zitronenscheibe. Alfred ist ein Gemeinschaftsprojet von Alois Gölles und Manfred Tement und gibt es als empfehlenswerte Dry- und als sehr empfehlenswerte Semi-Dry-Variante (und als Rosso, über den frau aber (noch) nichts sagen kann, weil noch nicht verkostet).

Davor ein Alfred-Tonic als Aperitiv 🍸