29. Juni 2026

Rote-Linsen-Avocado-Salat und die ultimative Topfentorte

Erfrischend und sättigend: Rote Linsen, Avocado, Gurke, Paprika und frische Kräuter

Seit Tagen Gesprächsthema Nr. 1 (oder 2 nach der Fußball-WM) ist die brütende Hitze, die nahezu Gesamt-Europa (inkl. Waldviertel) seit mehreren Tagen gefangen hält. So verkriecht man sich untertags in der abgedunkelten Wohnung oder dem (hoffentlich) klimatisierten Büro. 

Bei den derzeit herrschenden Außentemperaturen von 39° hat man weder Lust, sich viel zu bewegen, noch die Wohnung durch stundenlange Zubereitung von Schmorgerichten zusätzlich zu erhitzen. Aber nur an Salatblättern zu zuzeln ist halt auch fad. Eine Alternative ist ein sommerlicher Salat mit kurz gegarten Hülsenfrüchten, nur leicht mariniert und mit frischen Kräutern gewürzt.

Eine Variante eines Rezepts von 2014 ist dieser 

Rote Linsen-Avocado-Salat (1 P.)

  • ein paar Salatblätter
  • 50 g rote Linsen
  • ¼ Gurke, klein würfelig schneiden
  • ¼ roter Paprika, klein würfelig schneiden
  • 1/2 reife, aber noch feste Avocado
  • etwas Zitronensaft
  • ein paar Basilikum-, Minze-, Koriander- und Petersilienblätter, gehackt
  • Natives Olivenöl extra mit rosa Grapefruit und rosa Pfeffer (oder anderes gutes Olivenöl mit Zitrone etc.)
  • 1 EL Condimento Bianco
  • etwas Salz
  • schwarzer Pfeffer

Die roten Linsen waschen und in ca. 10 Minuten weich köcheln, evt. abseihen. Gurke schälen, Paprika und Gurke in kleine Würfel schneiden. Die halbe Avocado ebenfalls in kleine Würfel schneiden und sofort mit Zitronensaft beträufeln.

Kräuter hacken und mit dem Gemüse vermischen. Mit Condimento Bianco und Olivenöl, Salz und Pfeffer marinieren. Alles gut vermischen und auf den mundgerecht geschnittenen Salatblättern drapieren. Gleich verzehren.

🍹🍹🍹

In der Kamptaler Außenstelle gibt es leider (noch) kein Backrohr, daher wird der Kuchen in der Leopoldstadt gebacken und exportiert. Das folgende Rezept für die ultimativ beste gebackene Topfentorte habe ich vor der aktuellen Hitzewelle ausprobiert. Und es wird auf jeden Fall wiederholt.

Mürbteig, wie er sein soll und eine super-flaumige Topfenfüllung, die sowohl gleich nach dem Backen, als auch am nächsten und am übernächsten Tag sehr gemundet hat. Weiteres ist nicht bekannt, da die Topfentorte dann bereits aufgegessen war. Gefunden wie viele andere Rezepte (Zitronen-Kurkuma-Kuchen!) im ZEIT Magazin, ein Rezept von Margit Stoffels, das ich leicht adaptiert habe:

Superduperfluffi-Topfentorte

(im ZEIT Magazin heißt sie übrigens Käsekuchen à la Daggi 😁)

Mürbteig:

  • 200 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Bourbonvanillezucker
  • 80 g weiche Butter
  • 80 g Rohrzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei

Fülle:

  • 3 Eier
  • 500 g 20% Topfen
  • 140 g Rohrzucker
  • 1 P. Vanillepuddingpulver
  • geriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • 175 ml Rapsöl
  • 175 ml Milch

Die Zutaten für den Mürbteig verkneten und eine Stunde kühl stellen. Danach den Teig in eine befettete, bemehlte Tortenform drücken, einen Rand formen, andrücken und mit einer Gabel einstechen.

Für die Füllung die Eier trennen und die Eiweiß zu Schnee schlagen. Die anderen Zutaten mit dem Mixer verrühren, danach den Eischnee unterheben. Die Füllung auf dem Mürbteig verteilen. Bei 175° Umluft ca. 45-50 Minuten backen.

🍹🍹🍹

Cin cin im Strandbad Plank...

... noch immer einer der besten Sommerplätze.


8. Mai 2026

Palak Paneer: 1020 goes India

Palak Paneer - Spinat-Frischkäse-Curry

Nach den letzten zwei Wochenenden in der frühsommerlichen, supergrünen Kamptal-Außenstelle, die mit Weinveranstaltungen begonnen, fortgesetzt und dann mit den Laufschuhen und der Yogamatte geendet hatten, sollte jetzt bissl gesünder gelebt werden. Was nicht so schwer fällt, wenn das knackig-frische, am Montagmorgen zur Wohnungstür gelieferte Gemüse aus dem Adamah-Kistl mittags schon im Kochtopf landen kann.

Das folgende Gericht ist nicht gerade fotogen, erinnert manche(n) vielleicht an die Kindheit (Cremespinat aus dem Tiefkühlregal, der aufgegessen werden muss, brrrr), da die Spinatblätter mit den übrigen Zutaten zu einer - nun ja - grünlich-irgendwas Masse grob püriert werden und auch die Paneerwürfel nicht gerade einen Schönheitsbewerb gewinnen würden. Aber: Es schmeckt köstlich UND ist superschnell zubereitet, falls ihr wie ich einen bereits fertigen Paneer verwendet.

Paneer ist ein indischer Frischkäse, den man (auch in Bioqualität) fertig kaufen oder ganz einfach selbst zubereiten kann. Anleitungen dafür gibts zuhauf im Netz, wurden auch schon ausprobiert und ich muss sagen: der im Biosupermarkt erstandene war nicht schlechter als der selbst zubereitete. Da man für die Paneer-Fabrikation allerdings etwas Vorlaufzeit benötigt und wir heute ein schnelles Gericht zubereiten wollen, greifen wir hier zu einem fertigen Paneer. Statt frischer Paradeiser habe ich Passata verwendet, die in den Monaten, in denen keine frischen Paradeiser aus einem hiesigen Garten oder von einem Biobauern verfügbar sind, die schmackhaftere Alternative darstellt. 

Das folgende Gericht ist jedenfalls eine Leopoldstädter Interpretation des indischen Gerichts Palak Paneer:

Spinat-Paneer-Curry (Palak Paneer, 1-2 P.)

  • 150-200 g Paneer
  • 1 TL Ghee (oder Öl)
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Scheibe Ingwer
  • 1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • 1/2 TL Koriandersamen gemahlen
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Garam Masala (selbst gemachte Gewürzmischung)
  • 1 MS Bockshornklee gemahlen
  • etwas Chilipulver nach Geschmack
  • 200 g frischer Blattspinat
  • ca. 50 ml Passata
  • Salz

Paneer in Würfel schneiden und kurz in Pflanzenöl frittieren. Beiseite stellen.

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer klein schneiden und in Ghee anbraten. Die Gewürze dazugeben und kurz weiterbraten. Dann den grob gehackten Spinat dazugeben, bis er zusammenfällt und danach die Passata unterrühren. 1-2 Minuten köcheln, salzen und danach grob pürieren.

Die Paneerwürfel unterrühren und sofort mit Basmatireis oder Fladenbrot servieren.

Die Wächterin über das Kamptal 💚🐈

Chillout unter der Blutbuche

Beeindruckende Kellerführung in Schloss Gobelsburg

Das wunderschöne Schloss Gobelsburg

Abendhimmel über Schönberg

25. September 2025

Herbstwetter | Herbststimmung | Herbstgericht!

Melanzani mit einer würzigen Misoglasur

Der Sommer ist nun endgültig vorbei. Da darf frau schon ein bisserl wehmütig werden - auch angesichts der Tatsache, dass "ma saison préférée" heuer ja seeeehr lange seeeehr zu wünschen übrig ließ. Jedenfalls trösten jetzt die vollen Marktstände ein wenig über das Sommerende hinweg.

Der Biobauer meines Vertrauens aus dem Seewinkel, der im Übrigen mittlerweile ein derartig begehrter Gemüsedealer ist, dass frau sich wegen der Karmelitermarktboboschlange auf eine Wartezeit im zweistelligen Minutenbereich einstellen muss, bietet aktuell u.a. kleine Melanzani an.

Mit einer würzigen Miso"glasur" bestrichen und im Backofen gegart, ergeben sie ein feines, dank etwas Cayennepfeffer leicht scharfes Gericht. Dazu passt z.B. der ebenfalls im Seewinkel angebaute, im gelb-roten Supermarkt erhältliche Bio-Reis, dem ich noch Mungdal als Proteinquelle beimische. Mit einem Raita aus Naturjoghurt, Gurke und diversen Gewürzen wird die Schärfe der Gewürzpaste wieder gemildert.

Melanzani mit Misoglasur (1 P.)

Für eine kleine Melanzani brauchen wir für die Würzpaste

  • 1 EL helle Misopaste
  • 1 EL Sojasoße
  • 1/2 EL Apfelbalsamessig (oder Apfelessig)
  • 1/2 EL Senf
  • 1 EL Honig
  • 1 gepresste Knoblauchzehe
  • 1/2 EL geraspelter Ingwer
  • 1 MS Cayennepfeffer

Topping:

  • 1-2 Frühlingszwiebel
  • 1 TL Sesam

Alle Zutaten für die Würzpaste vermischen: Dafür einfach in ein Schraubglas geben und das Glas schütteln.

Die Melanzani der Länge nach halbieren und die Schnittflächen kreuzweise einschneiden. Mit der Würzpaste dick bestreichen und in einer ofenfesten Form im Backofen bei 180° Umluft ca. 35-40 Minuten (je nach Dicke des Gemüses) backen. Mit einer Gabel einstechen, ob die Melanzani durchgegart ist. 

Mit der in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebel (die weißen und die grünen Teile) und Sesamsamen bestreuen und mit Reis servieren.

🍂🍃🍂🍃

Hier ein paar Rückblicke und kulinarische Eindrücke von den Liparischen Inseln, auf denen wir einen wunderbaren Urlaub verbrachten:

Wieder in der Wienerstadt gab es noch ein bisschen Urlaubsfeeling trotz herbstlichen Wetters mit der schwarzen Paella bei unserem Lieblingskatalanen: L'Ase beim Volkertmarkt

Il caffè.... einfach ein Traum. Hier in Catania, daneben ein Cannolo (muss ich persönlich nicht so haben, aber in Sizilien überall präsent).

Tartar aus rotem Tunfisch in Catania. Wo abends der Gastgarten aufgebaut wird, ...

... befindet sich am Vormittag der Fischmarkt.

Fine Dining auf Salina bei der Sterneköchin Martina Caruso. Nicht im Bild: die spektakuläre Mondfinsternis, die wir dazu geliefert bekamen.

Aperitivo auf Salina - hier geht niemand hungrig zum anschließenden Abendessen. 😋

Das beste Tartar aus Tonno rosso gab es im Ristorante Da Lauro auf Lipari. Frischester Tunfisch, Zitronensaft, Olivenöl, Kapern und Minze. Und daneben eine frische Feige.

Aperitivo mit Etagere und Aussicht auf den alten Hafen in Lipari. So lässt es sich fein in den Abend gleiten...

26. August 2025

Spätsommerliches Kürbisgulasch und ein paar Sommerhimmelansichten

Frühherbstliches Hokkaidokürbisgulasch - hier mit Fetatopping

Von dem heutigen Gericht gab es ursprünglich kein Foto, weil das Gulasch im Thermosgefäß ins Büro transportiert und dann neben der Tippslerei verzehrt wurde. Und erst danach hat sich frau gedacht: "Moment, das war jetzt aber richtig gut! Das teile ich und merke es mir auf diesem Weg auch selbst."

Kürbisgulasch (2 P.)

Es herbstelt bereits gewaltig. Und was passt besser zum Herbstwetter als ein wärmendes Kürbisgericht. Bisserl anders gewürzt und schnell zubereitet.

Und zwar so:

  • 1 EL Ghee
  • 1 kleine Zwiebel
  • Mischung aus 3x Paprikapulver: mild, scharf und geräucherter Paprika
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 Schwung Apfelbalsamessig
  • 1/2 Hokkaidokürbis
  • 1/2 TL Majoran
  • Salz, schwarzer Pfeffer
  • 1 kleines Stück Salzzitrone, mit einem Messer zerdrückt
  • Sauerrahm
  • geröstete Kürbiskerne

Zwiebel klein schneiden, Kürbis waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Ghee erhitzen und Zwiebel darin glasig dünsten. Die 3erlei Paprikapulver dazugeben und kurz weiterrösten. Dann das Tomatenmark unterrühren und mit dem Balsamessig ablöschen. Kürbisstücke dazugeben und mit Wasser aufgießen. Mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen und die Kürbisstücke weich köcheln. Immer wieder umrühren und evt. dazwischen mit Wasser aufgießen - das Gulasch sollte am Ende schön dickflüssig sein. Am Ende mit der Salzzitrone abschmecken.

Ich habe das Gulasch auf Vollkorn-Couscous, garniert mit Schafmilch-Sauerrahm und gerösteten Kürbiskernen verspeist.

Der August-Himmel über dem Kamptal. 💙

Der Nino aus Wien konzertierte in Fels am Wagram.

Immer wieder schön: die Ysperklamm. 💚

DIE Sommerfrische in Plank am Kamp - diesmal mit Open Air Kino. 

Abendhimmel in Plank beim Open Air Kino. 💜

Und noch ein Abendhimmel, diesmal etwas südlicher: über dem Picture on im Südburgenland.

Ein Ausflug zum Dachsteinmassiv, das sich zu tarnen versuchte. ⛰🤣