10. Februar 2022

Gemüse-Gewürz-Reis mit Mung Dal | Kleine Ernährungslehre 🥕😇

Gemüse-Gewürz-Reis auf Curryrestl. Da kommt gleich die Sonne zum Vorschein.

Heute gibt's mal wieder einen Tipp für ein schnelles, nahrhaftes Homeoffice Mittagessen. Zuerst klären wir aber die Frage, warum dieses Gericht nicht nur gut schmeckt, sondern auch besonders nahrhaft ist.

Die Verbindung von Mung Dal (indische gelbe Linsen), Reis und Gemüse enthält alle Nährstoffe, die der Körper braucht. Durch die Kombination von Hülsenfrüchten und Getreide wird der Körper optimal mit den essentiellen Aminosäuren (die der Körper benötigt, aber nicht selbst bilden kann) versorgt. Das weiß selbstverständlich der kluge Ayurveda. Und daher ist Kitchari, das aus Mung Dal und Reis - und natürlich ordentlich Gewürzen und diversem Gemüse - besteht, schlicht DER Klassiker der Ayurvedaküche. Kitchari ist aber ein - je nach Zubereitungsart - mehr oder weniger flüssiger Eintopf, während unser Gemüsereis eine eher feste Konsistenz hat. 

Beim Gemüse und bei den Gewürzen kann man ohne Weiteres nach Lust und Laune bzw. aktueller Verfügbarkeit variieren.

Gemüse-Gewürz-Reis mit Mung Dal (1 P.)

  • 1 Espressotasse Basmatireis
  • 1 Espressotasse Mung Dal
  • 1 EL Kokosöl
  • 1/3 Stange Lauch
  • 2 kleine Karotten
  • 1 Kardamomkapsel (aufschneiden)
  • 1 Sternanis
  • 2 Pimentkörner
  • 1/4 TL Kurkuma
  • 1/4 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • 1/4 TL Koriandersamen grob gemahlen
  • 1/4 TL gemahlener Ceylonzimt
  • Salz, Pfeffer
  • Koriandergrün (oder andere frische Kräuter wie Petersilie, Basilikum)

Basmatireis mit etwas Salz und Mung Dal getrennt voneinander weich kochen.

Kokosöl erhitzen und das klein geschnittene Gemüse anbraten. Die Gewürze dazugeben, weiterbraten bis die Gewürze duften, dann salzen und pfeffern und mit etwas Wasser aufgießen. Wenn das Gemüse weich ist, mit dem Reis und Mung Dal vermischen und abschmecken. Reichlich mit frischen Kräutern bestreuen.

Schmeckt solo gut oder als Beilage zu einem Curry - wie im Bild oben dem Curryrestl vom Vortag. 

Nach einem derartig gesunden Mittagessen kann frau sich getrost dann am Abend ein Bierchen am winterlich-ruhigen Donaukanal gönnen. 😇 🍺

Sehr gechillt ist es im Februar im Central Garden am Donaukanal. Das chinesische Essen klingt fein und wird demnächst mal verkostet.

28. Januar 2022

Neues Jahr mit ohne Vorsätze | Radicchio-Clementinen-Salat | Kohlsprossenauflauf


Radicchio-Clementinen-Salat mit gerösteten Haselnüssen

Das mit den Vorsätzen ist ja so eine Sache. Prinzipiell sind sie ja nichts Schlechtes, die "guten"(?) Vorsätze. Leider halten sie dann oft der Realität im schnöden Alltag nicht stand. Und wer sagt eigentlich, dass das alles unbedingt mit dem Höherschalten einer Jahreszahl einhergehen muss? frau hat auch heuer wieder keine guten Vorsätze gefasst, verbringt wie auch schon in den vergangenen Jahren einen alkoholfreien Jänner (auch diesmal ganz ohne den nervigen #DryJanuary, den jetzt alle verwenden 😄) und versucht sich mit schönen Dingen zu beschäftigen (Bücher ohne und Kino/Theater mit FFP2-Maske, Planung von Frühlings- und Sommerausflügen) und die aktuellen, unglaublich hohen Carstenzahlen und -fakten möglichst gut auszublenden. Funktioniert eh nicht. Ganz ohne Vorsatz ist uns eine neue kleine Glückskatze im wahrsten Sinn des Wortes ins Haus geschneit und bringt dreifärbigen Schwung in die graue Endejännerstimmung. 🐈


Nun aber ab in die Küche: Heute gibt es einen fruchtig-bunten Salat (Vorsatz: leichter essen?) als Vorspeise oder auch Beilage zu Pasta etc. Mit einem natürlich aromatisierten Olivenöl schmeckt der Salat noch fruchtiger.
 

Radicchio-Clementinen-Salat (1 P.)


1/4 Radicchio
1 Clementine
6 Haselnüsse
1 guter EL Olivenöl (Noan mit natürlichem Zitronenaroma) 
1 EL Condimento bianco
1/2 TL Apfelbalsamsenf
Salz, Pfeffer

Haselnüsse sehr grob hacken (in etwa vierteln) und in einer Pfanne kurz anrösten. Radicchio waschen und in feine Streifen schneiden. In eine Schüssel geben. Clementine schälen, in kleine Stücke schneiden und dazugeben. Ausgekühlte Haselnüsse darüberstreuen.

Aus dem Olivenöl, Essig, Salz, Senf und Pfeffer mit etwas Wasser eine Marinade mischen und über dem Salat verteilen.

Als Hauptspeise gibt es einen Homeoffice-tauglichen, weil sehr schnell zubereiteten,  Kohlsprossenauflauf (Vorsatz "leichter essen" gleich wieder gecancelt - es ist schließlich immer noch Winter). Ich mag vor allem die kleineren Kohlsprossen, natürlich bio, die man gleich im Ganzen verwenden kann.



Kohlsprossenauflauf (2 P.)


200 g festkochende Erdäpfel
200 g Kohlsprossen
gemahlener Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
1 Ei
125 ml Schlagobers
50 g geriebener würziger Käse (Parmigiano, Pecorino oder auch Bergkäse)

Die geschälten, in Scheiben geschnittenen Erdäpfel 10 Minuten in leicht gesalzenem Wasser köcheln, danach die geputzten Kohlsprossen (ich hatte kleine Kohlsprossen, die ich ganz gelassen habe) dazugeben und weitere 5 Minuten köcheln, dann abseihen.

Gemüse in eine leicht befettete Auflaufform schichten, mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen. Das Obers mit dem Ei verquirlen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und über das Gemüse gießen. Käse darüber reiben und ca. 30 Minuten bei 200° backen.

🥄🥣🥄🥣🥄


Das neue Jahr haben wir gleich mal mit einem feinen Essen im Esslokal in Hadersdorf begonnen. So fein darf es ruhig bleiben, das Jahr. Gehobene, sehr kreative Küche, die in einem sehr gemütlichen Gastraum serviert wird.

 
Köstliche Menüfolge im Esslokal


Ein paar Winterimpressionen aus der Wienerstadt und dem schönen Niederösterreich:

An der Donau parken die Schiffe und die Vögel.

Dank der 2Gplus Regelung sind die Reihen im Burgtheater nur spärlich besetzt. Oder liegts doch an den 4,5 Stunden Castorf-Handke?


Das alte Jahr endet im Kamptal mehr oder weniger besinnlich...

Vorweihnachtlichen Trost spendet ein köstlicher Negroni sbagliato im Brösl im Stuwerviertel

Auch der Wiener Wein schläft.

Winterruhe am Nussberg

Beschauliche Ruhe mit Schneegestöber am Nussberg

Spaziergang im Tiefschnee statt Joggingrunde im Yspertal ❄

9. November 2021

Grünkohl-Borlottibohnen-Eintopf | Grüne Küche gegen den Novemberblues

Spätherbstlich-frühwinterlicher Grünkohl-Bohnen-Eintopf

Mit Grünkohl brachte man früher ja ein eher deftiges Gericht aus der Hausmannskost-Ecke bzw. die Verwendung als Beilage zu diverser Wurstware in Verbindung. In den letzten Jahren entstand jedoch ein ziemlicher Hype um dieses Gemüse (Stichwort "heimisches Superfood" etc.), und Rezepte aus der vegetarischen und veganen Küche entstanden zuhauf. Nicht ganz zu Unrecht, denn Grünkohl punktet mit reichlich Eiweiß und Vitamin C und A und Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen, Vitamin B1, B2, B6 und Vitamin E (vorausgesetzt, er wird nicht stundenlang niedergekocht und - wie in der Wiener Küche sehr beliebt - "eingebrannt").

In diesem winterlichen Eintopf harmoniert der Grünkohl mit Erdäpfeln und Bohnen. Man kann natürlich ganz nach Belieben auch anderes Gemüse in den Eintopf werfen: Stangensellerie und Fenchel oder auch Kürbis passen ebenso gut.

Das Um und Auf sind hier (wie so oft) die Gewürze. Der Grünkohl-Eintopf schmeckt mir am besten, wenn er leicht scharf ist. Dafür verwende ich die Babette's Gewürzmischung Mélange Maison: Diese beinhaltet Rosmarin, Thymian, Pfeffer, Meersalz, Koriander, Piment d´Espelette, Piment und ist bereits pikant. Ergänzt durch eine Prise Cayennepfeffer erhält unser Eintopf eine angenehm wärmende, scharfe Note. Alternativ kann man Chilipulver oder Peperoncini-Flocken zur Schärfung verwenden.

Am Ende der Garzeit rührt man noch einen Teelöffel Umeboshi-Paste unter. Es handelt sich dabei um pürierte, milchsauer fermentierte Umeboshi-Früchte (meist ist von japanischen Ume-Pflaumen oder manchmal auch Ume-Marillen/Aprikosen die Rede), der Geschmack ist salzig, fruchtig und zugleich sauer. Die Paste ist u.a. im Reformladen, Biosupermarkt sowie in Asialäden erhältlich. Sie gibt nicht nur Gemüseeintöpfen und anderen Gerichten den gewissen Kick, sondern ist darüber hinaus supergesund (positiv für den Säure-Basen-Haushalt, anregend für die Verdauung, anti-oxidativ, anregend für Leber- und Nierenfunktion, wirkt gegen Übersäuerung, Müdigkeit und Schwangerschaftsübelkeit undundund).


Grünkohl-Bohnen-Eintopf (2 P.)

  • Olivenöl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • ein paar Grünkohlblätter
  • 1 Karotte
  • 1-2 Erdäpfel
  • 1 Minipaprika
  • 1 Glas Borlottibohnen (Abtropfgewicht 140 g)
  • ca. 200 ml pürierte Tomaten
  • 1/2 TL Bio Mélange Maison von Babette's (oder andere pikante mediterrane Gewürzmischung)
  • 1 Prise Cayennepfeffer (oder mehr)
  • Kräutersalz
  • 1 TL Umeboshi-Paste (z.B. die Bio Umeboshi-Paste von Arche)

Grünkohl vorbereiten: Strunk wegschneiden, die Blätter in feine Streifen schneiden und blanchieren.

Karotte, Erdäpfel und Paprika in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebel und Knoblauchzehe klein schneiden und in Olivenöl glasig dünsten. Die pürierten Tomaten, die Grünkohlstreifen und die Erdäpfelstücke in den Topf geben. Mit etwas Wasser aufgießen und mit der Gewürzmischung, Salz und Cayennepfeffer würzen. Ca. 20-25 Minuten köcheln.

Borlottibohnen abspülen und abtropfen lassen und mit den Paprikastückchen in den Eintopf geben. Ca. 5 Minuten weiterköcheln. Dann die Umeboshi-Paste unterrühren und abschmecken.

Dieser Eintopf und ein Läufchen in der Herbstsonne sollten gegen den Novemberblues helfen. 💪💃

Die herbstliche Südsteiermark - ein Genuss 💛

30. September 2021

Tomaten-Cassoulet, sehr frei interpretiert 🍅

Die Tomaten-Cassoulet, vor ihrem Aufenthalt im Backofen

Gerne erzählt der Küchenjunge Anekdoten aus seiner Kölner Zeit. Eine meiner Lieblingsgeschichten ist diese: Ein Gast erhält in der Kneipe seine bestellte Frikadelle und fragt nach Brot dazu. Darauf kontert der Stammkneipenwirt knochentrocken mit "Brot ist schon drin" und rückt auch keines heraus. 😄

"Brot ist schon drin" kann man in der Tat auch von dem heute vorgestellten Gericht behaupten. Die Bezeichnung "Cassoulet" ist aber für dieses Gericht in Wahrheit nicht korrekt. Ja, es ist ein gebackener Bohnen-Tomaten-Eintopf. Das ist aber auch schon so ziemlich der einzige gemeinsame Nenner mit dem traditionellen südfranzösischen Eintopf, der Speck und meist auch eine deftige Wurst beinhaltet. Dafür landeten in meinem Topf Käferbohnen anstatt weißer Bohnen und frische Basilikumblätter.

🍅🍅🍅

Tomaten-Cassoulet (1 P.)

  • Olivenöl
  • 1/2 Stange Lauch
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/4 Chilischote
  • 1 Scheibe Ingwer
  • Salz
  • Pfeffer
  • 200 g geschälte Tomaten
  • 2 EL Sojacuisine (oder Obers...)
  • 200 g gekochte Bohnen
  • ein paar frische Kirschtomaten
  • ein paar Basilikumblätter
  • 1 Scheibe Brot

Lauch in dünne Ringe schneiden, Knoblauch, Chili und Ingwer fein hacken. Alles in einem feuerfesten Topf in Olivenöl andünsten, salzen und pfeffern.

Geschälte Tomaten, Sojacuisine und Bohnen dazugeben, ein paar Minuten köcheln lassen und abschmecken. Darauf die halbierten Kirschtomaten und die grob geschnittenen Basilikumblätter verteilen.

Das Brot in kleine Stücke reißen und zwischen die Kirschtomaten drücken. Etwas Olivenöl darüber träufeln und bei 180° Umluft für 30 Minuten ins Backrohr stellen.

Köstlich! Und eine komplette Mahlzeit, da das Brot - in diesem Fall schön knusprig gebraten - ja schon drin ist. 😀

Apropos Südfrankreich: Ein Familienfoto der kulinarischen Mitbringsel von unserem Wochenendtrip nach Nizza, den wir wegen des Carstendings 2x verschieben mussten. 🥄 Endlich wieder eine Reise, ach...