26. August 2016

Heute kochen wir Sie ein: Pfirsichchutney und Passata


Süßscharfes Pfirsichchutney passt gut zu Gemüsecurrys und sicherlich auch zu Käse oder Fischigem.

Spätsommer ist Einkochzeit. Wenn es nur nicht noch so lauschig an den Abenden wäre und ich dieselben lieber in diversen Leopoldstädter Gastgärten als in der Küche verbringen würde....

Einen Abend habe ich mich also doch noch in die Küche begeben und frisches Obst und Gemüse konserviert (Die Lösung: Gastgartenbesuch vor der Einkocherei ;-).


Pfirsichchutney (für zwei kleine Schraubgläser)


1 EL Sesamöl
1 TL gelbe Senfsamen
1 TL Schwarzkümmel
2 Kardamomkapseln
1/2 TL Kurkuma
500 g Pfirsiche (Gewicht bereits ohne Kerne)
2 EL Rohrzucker
1 EL Limettensaft
100 ml naturtrüber Apfelsaft
1 rote Chilischote, ganz klein gehackt
1 Stück Ingwer, gerieben
1/4 TL Kardamom Masala (oder Garam Masala o.ä.)
Steinsalz

Senfsamen, Schwarzkümmel und Kardamomkapseln (mit einem Messer öffnen) in Sesamöl anrösten, am Schluss Kurkuma dazugeben. Pfirsiche schälen und in kleine Stücke schneiden. In einem Topf die Pfirsichstücke, Apfelsaft, Limettensaft, Rohrzucker, Ingwer, Chili, Kardamom Masala und Steinsalz vermischen und für einige Minuten köcheln lassen. Die Konsistenz sollte musartig mit evt. noch kleinen Fruchtstückchen sein. Die Kardamomkapseln entfernen (so man sie findet ;-).

In saubere Schraubgläser füllen und fest verschließen. 

Die Kandidaten für das Pfirsichchutney und die Velmer Paradeispassata.

Passata di pomodoro


Die Basis für köstliche Sughi sind gekochte, passierte Paradeiser. Die kann man entweder in Flaschen oder Dosen kaufen oder selbst herstellen. Da die Paradeiser im Garten der Küchenjungenmutter gerade sehr schön rot vor sich hin leuchten, landen diese im Einmachglas. Und das geht ruckzuck:  

Paradeiser blanchieren, häuten und klein schneiden. Mit etwas Steinsalz, schwarzem Pfeffer, einer Messerspitze Zucker und ein paar Basilikumblättern einige Minuten köcheln lassen und dann pürieren. In saubere Schraubgläser füllen und fest verschließen.

Und fertig!

18. August 2016

Kleine, graue Wellen oder durch die Bank zum Wein

Sahen zwar bedrohlich aus, zogen aber weiter: Wolken über der Podersdorfer Weinstube.

Ein Abstecher nach Podersdorf am Neusiedler See begann gemütlich mit Eiskaffee, ging gemütlich bei einem Gemüseeinkauf (kleine burgenländische Wassermelonen!) und einer Seerundfahrt weiter und endete ebenso gemütlich bei Käse und Wein für frau bzw. Fleisch und Kirschsaft für den Fahrer in der Podersdorfer Weinstube. Gemütliches Burgenland halt :-). Wieder daheim landen die burgenländischen Erdäpfel im Suppentopf.


Rote Linsen-Mangold-Suppe (2 Hauptspeisportionen)



1 EL Ghee 
1 Schalotte, klein geschnitten
1 Scheibe Ingwer (fein gehackt)
1/2 TL Kreuzkümmel ganz
1/2 TL Kurkuma (oder etwas frischer, geriebener Kurkuma)
1/4 TL Koriander gemahlen
1/4 TL geräuchertes Paprikapulver
4-5 Mangoldblätter mit Stielen (in kleine Stücke geschnitten)
1 Tasse rote Linsen, gewaschen
1-2 Erdäpfel
1 kleine Karotte  
1 TL Gemüsesuppenpulver
Steinsalz, schwarzer Pfeffer
1 MS Cayennepfeffer
2 EL Gomasio (oder gerösteter Sesam)
ein paar frische Petersilblätter, grob gehackt

Die Schalotte im Ghee glasig dünsten. Kreuzkümmel und Koriander dazugeben und kurz anrösten. Dann die übrigen Gewürze und die klein geschnittenen Erdäpfel und Karotte dazugeben. Mit Wasser aufgießen, Suppenwürze einrühren und zum Kochen bringen. Zehn Minuten köcheln lassen, dann den Mangold und die roten Linsen dazugeben und weitere 15 Minuten bei mittlerer Temperatur köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren mit Petersilie und Gomasio bestreuen.


Aktuelles Küchenlied, ausflugsbedingt: Da Neisiedla See


Rote Linsen-Mangold-Suppe, mehr Haupt- als Vorspeise.
Burgenländische Eigenheit: Um in die Podersdorfer Vinothek zu gelangen, muss man den Eingang durch die Bank nehmen. Ja, auch am Feiertag. ;-)



27. Juli 2016

Baba Ghanoush auf Ofen-Süßkartoffel

Baba Ghanoush, das pikante Püree aus Melanzani und Sesampaste aus der arabischen Küche.

Passend zur Sommerhitze wenden wir uns heute der orientalischen Küche zu. Baba Ghanoush ist ein würziges Püree aus Melanzani und Sesampaste. Man bekommt es auch fertig zu kaufen, es empfiehlt sich aber (wie bei den meisten Dingen ;-), es selbst zuzubereiten. Denn abgesehen von der halben Stunde, die die Melanzani im Backrohr zum Weichwerden braucht, ist das wohlschmeckende Püree ratzfatz zubereitet. Die genauen Mengen der Zutaten hängen auch von der Größe der Melanzani ab, am besten nach Gefühl abschmecken. Baba Ghanoush schmeckt auch gut als Dip mit Fladenbrot und Oliven. Und besonders würzig ist es, wenn man geräuchertes Salz statt normalem nimmt (ich habe zurzeit Hickory Rauchsalz).


Baba Ghanoush auf Ofen-Süßkartoffel (2 P.)


2 Süßkartoffel
1 kleine Melanzani
1 EL Tahin (Sesampaste)
1/2-1 Knoblauchzehe
1 MS TL Chilipulver (oder mehr)
1/2 TL Kreuzkümmel ganz
1 MS Kurkuma
1 TL Limetten- oder Zitronensaft
5-6 TL Olivenöl
Räuchersalz (oder Steinsalz)
schwarzer Pfeffer
frische Petersilie und (geräuchertes) Paprikapulver zum Darüberstreuen

Süßkartoffel und Melanzani waschen, rundherum mit einer Gabel anstechen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech im Backrohr bei 200° backen. Die Melanzani braucht 30 Minuten, die Süßkartoffeln ca. 45 Minuten. In der Halbzeit wenden.

Für das Baba Ghanoush die gebackene Melanzani von der Schale befreien. Im Multiblender das Melanzanifleisch mit allen anderen Zutaten cremig mixen. Gut abschmecken, mit den aufgeschnittenen Süßkartoffeln anrichten und mit frischer Petersilie und geräuchertem Paprikapulver bestreuen.

Gestern live im WUK, heute schon auf youtube, der verschwitzte Rufus Wainwright am Bösendorfer bei der Zugabe: Poses

25. Juli 2016

Grüner Risotto mit Garnelen

Ein sommerlicher, grüner Risotto mit Pesto, Fisolen und Garnelen


Ein paar schweißtreibende Tage liegen hinter uns. Nicht nur das schwüle Wetter, sondern auch ein Impulstanz Workshop brachten uns ordentlich zum Schwitzen. Macht nichts, ist gesund, frau darf nur nicht auf ausreichend trinken vergessen. ;-)

Bevor wir aus der aufgeheizten Wohnung Richtung Hafenkneipe geflüchtet sind, haben wir für ein schönes grünes Pesto das Basilikumpflänzchen gerupft und den Pürierstab angeworfen. Das selbstgemachte klassische Pesto ist natürlich viel besser als gekauftes und schmeckt auch zu Pasta.

Risotto mit Basilikumpesto,  Fisolen und Garnelen (2 P.)


1 Tasse Arborioreis
1/2 Tasse trockener Weißwein
ca. 3/4 l Gemüsesuppe
20 g Basilikumblätter
10 g Pinienkerne
35 g Olivenöl 
1 Knoblauchzehe
1 gute MS Salz
20 g geriebener Parmigiano
1 Tasse Fisolen
etwas Olivenöl
1 P. Bio-Garnelen
1 Knoblauchzehe
Salz
schwarzer Pfeffer


Für das Pesto die Basilikumblätter mit den Pinienkernen, Knoblauch, Olivenöl und Salz pürieren. Dann den geriebenen Parmigiano dazugeben und kurz weitermixen.

Fisolen in Stücke schneiden und in Salzwasser bissfest kochen, mit kaltem Wasser abschrecken.

Den Reis ganz kurz trocken anrösten, dann mit Weißwein und Suppe aufgießen. Stetig rühren und mit Suppe aufgießen, wenn die Flüssigkeit aufgesogen ist. Köcheln bis der Reis innen noch kernig und außen weich ist und der Risotto nicht mehr allzu flüssig ist.

In der Zwischenzeit die Garnelen mit der in Scheiben geschnittenen Knoblauchzehe in Olivenöl braten, anschließend salzen und pfeffern.

Das Pesto unter den Risotto rühren. Risotto mit den Fisolen und den Garnelen anrichten und gleich verspeisen.

Auch ganz schön heiß war es vergangene Woche bei William Fitzsimmons im WUK. Das aktuelle Küchenlied stammt von dem sehr sympathischen Bartträger: Find it in me.