28. Dezember 2013

noch immer kein Bling Bling

Schmeckt besser als es hier aussieht ;-)
Das Fest der Freude ist wieder einmal vorbei. Gut so. 

Hier noch ein letztes weihnachtliches Rezeptchen und zwar für ein sehr leckeres Dessert.

Schokolebkuchenmousse (4 P.)

1 Ei
1 TL Vanillezucker
1 EL Vollrohrzucker
1 EL roter Portwein
100 g dunkle Schokolade (eine gute 70-80%-ige)
200 g Obers (Schlagobers, Hafer- oder Sojaobers…)
1/2 TL Lebkuchengewürz
getrocknete Orangenschalen


Ei mit Zucker und Vanillezucker über Dampf dickschaumig aufschlagen, dann Portwein und zerlassene Schokolade, Lebkuchengewürz und Orangenschalen unterrühren. Steif geschlagenes Obers untermischen und mind. zwei Stunden kühl stellen.

So, und jetzt räumen wir langsam die Weihnachtsdeko wieder weg  - obwohl ja der Kirschbaumzweig gerade zu blühen beginnt, oh oh oh.

Hallelujah!

26. Dezember 2013

Jahresendpost ohne Bling Bling

Ja ja, die stille Weihnachtszeit - mit Punsch und Blunzn.
Bei unseren Rezepten hier bleiben wir aber vegetarisch ;-).

Es soll ja Leute geben, die keinen Wert auf Weihnachtsfeiern legen, denen die geflügelte Jahresendfigur eher egal ist und die dem ganzen Klimbim nichts abgewinnen können. Verstehe ich voll und ganz. Braucht es denn immer gleich einen glitzernden Anlass, um einen Abend mit vielen netten Leuten gemütlich zu verbringen, ein paar Flascherln zu leeren und dabei ein bissl blöd zu reden? Eben. Was es allerdings unbedingt braucht, ist eine Unterlage für die Flascherlinhalte in Form nahrhafter Gerichte.

Zwei Rezepte sind hier zu finden, leider ohne Fotos, da schon beim Gläserpolieren ein Riedelglas zu Bruch ging, woran der verfressene, aber leider hasenfüßige Kater nicht ganz unschuldig sein dürfte, und auch sonst einiges zu tun war...


Quinoa-Pesto-Salat (für eine große Schüssel)

200 g Quinoa
1 roter Paprika
½ Melanzane
Olivenöl
2 Knoblauchzehen
Balsamicoessig
Kräutersalz, Pfeffer, Chilipulver, Oregano
½ Lauch, klein geschnitten
½ Gurke, klein geschnitten
1 Glas Basilikumpesto
Gehackte Petersilie

Den Ofen auf 220 °C vorheizen. Die Melanzane der Länge nach vierteln und in Scheiben schneiden, den roten Paprika in kleine Stücke schneiden und beides auf ein mit Olivenöl beträufeltes Backblech legen. Im Backrohr garen, bis das Gemüse etwas Farbe bekommen hat. Das Gemüse herausnehmen und in einer Marinade aus Olivenöl, Balsamicoessig, Oregano, Knoblauch, Chilipulver, etwas Salz und Pfeffer kurz ziehen lassen.

Quinoa wie auf der Packung angegeben zubereiten und dann in eine große Servierschüssel geben. Die klein geschnittene Gurke und den Lauch und die marinierten Gemüse dazugeben. Das Pesto untermischen und mit Knoblauch, frischer Petersilie, Kräutersalz und Pfeffer würzen. 


Quinoa, auch Inkareis genannt, ist eine uralte Kulturpflanze. Es handelt sich dabei aber um kein Getreide, sondern um ein Fuchsschwanzgewächs. Sie enthält viel Eiweiß, Magnesium und Eisen und hat einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. 2013 wurde übrigens von der UNO zum Jahr der Quinoa ernannt, die helfen soll, den Hunger auf der Welt zu bekämpfen.


Eine interessante, aber sehr angenehme Geschmacksmischung, die sich aus dem Erdnussmus, dem Mangosaft  und dem Gemüse ergibt, bietet folgendes vegetarisches Eintopfgericht:
 

Gambischer Erdnusseintopf

Olivenöl
1 rote Zwiebel, gehackt
1 Karotte, klein geschnitten
2 rote und 2 gelbe Paprika, in Stücke geschnitten
 
1 TL Paprikapulver
1 EL Kreuzkümmel
1 TL getrockneter Thymian
3 EL scharfer Senf (bei mir war’s Lustenauer Senf)
1 Dose Tomatenstücke
½ Chinakohl, in Streifen geschnitten
1 Dose Kidneybohnen
5 EL Erdnussmus
5 EL geschälte Erdnüsse
1/16 l Mangosaft oder Mango-Apfelsaft
Gehackte Petersilie

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel und Karotte unter ständigem Rühren ein paar Minuten anschwitzen. Die Gewürze, Paprika und Senf dazugeben, umrühren und noch ein paar Minuten köcheln lassen. Die Tomatenstücke dazugeben und mit Wasser (ca. die Menge der Dose) aufgießen. Den in Streifen geschnittenen Chinakohl hinzufügen und 15 bis 20 Minuten köcheln. Anschließend die Kidneybohnen dazugeben und weitere fünf Minuten köcheln lassen. Den Mangosaft, das Erdnussmus und die Erdnüsse dazugeben, eindicken lassen und abschmecken. Mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

27. November 2013

Mmmangoooo und Fisch im Zehnten

Diese  Anregung für ein schnelles Büromittagessen holte ich mir von www.theearthdiet.org. Die Avocado haben wir hier schon einmal gerühmt, bleibt die zweite Zutat des Salats: die Mango. 

Die meisten Mangos kommen aus Indien, China und Thailand, aber auch in Spanien werden sie kultiviert. Die Früchte müssen geschält werden, da die Schale Allergene enthält. Gibt die Frucht auf Druck nach und duftet bzw. weist sie schwarze Pünktchen auf, ist sie reif bis vollreif. Sie enthält Vitamin A, C, ist gut verdaulich und säurearm. Die Mango ist sehr vielseitig und kann sowohl für fruchtige Süßspeisen als pikante Speisen und Salate verwendet werden.

Für diesen Salat braucht es ein wenig Planung, da man die Früchte in der Regel ein paar Tage liegen lassen muss, bis sie schön reif sind. Denn meistens bekommt man - das gilt sowohl für Mango als auch Avocado - noch recht unreife Stücke im Supermarkt.

Mango-Avocado-Salat (1 P.)

1 reife Mango
1 reife Avocado

Dressing:

1/2 Zitrone
1 Mandarine
1 TL schwarzer Sesam
1 TL gehacktes Koriandergrün
2 TL Olivenöl
etwas Pfeffer

Saft von einer halben Zitrone und einer Mandarine mit dem Sesam, Koriander und Olivenöl in ein Schraubglas geben und schütteln. Avocado und Mango schälen und in Stücke geschnitten auf einem Teller drapieren. Das Dressing darüber verteilen, Pfeffer darüber mahlen und gleich genießen.

Auch sehr lecker ist ein 

Mangolassi

200 g Naturjoghurt (ich nehme Schafjoghurt, das ist schön dick)
100 ml Wasser
1/2 Mango
etwas Agavensirup
1 Spritzer Zitronensaft
1 MS Zimt


Vollreife Mango in kleine Stücke schneiden und mit dem Stabmixer mit den übrigen Zutaten pürieren. Hmmmmm!

Favoriten ist ja gourmettechnisch nicht so verwöhnt. Da freut man sich, wenn ein neues Lokal aufsperrt und steigt gerne in die U1. Einer der beiden Fisch Umar-Brüder vom Naschmarkt eröffnete im Oktober ein Fischrestaurant auf dem Viktor Adler Markt. Der Fisch kommt vom Brudergeschäft auf dem Naschmarkt und die Speisekarte scheint angesichts des Standorts sehr ambitioniert. Einiges war dann auch nicht (mehr) vorhanden (bei frischen Eierschwammerln Ende November verständlich, warum kein Risotto da war, begründet man mit "haben wir heute nicht gemacht". Die Zeit, die man beim Nichtmachen des Risottos gespart hat, hätte man allerdings nutzen können, um eine aktualisierte Speisekarte auszudrucken. Ok, dass der Hummer nicht tonnenweise eingelagert wird, ist klar, aber Trüffelpesto hält sich wohl einige Tage...). Die Qualität der Speisen ist sehr gut, die Portionen allerdings recht überschaubar, der Grappa geht wiederum  aufs Haus ;-). 

Ein bisschen nervös wurde ich, als der bestellte Pfaffl GV auch länger gesucht wurde. Aber schließlich gefunden! Die Weinpreise sind im Übrigen fair kalkuliert. Nun, es ist zu hoffen, dass man damit genügend Fischliebhaber in den zehnten Hieb locken kann. Man hört, als nächstes sei eine Delikatessgeschäftkette ("Umar Gourmet") geplant. Good luck!

25. November 2013

Sauerkraut Polka

Eben geht mit einem Teller
Witwe Bolte in den Keller,
Daß sie von dem Sauerkohle
Eine Portion sich hole,
Wofür sie besonders schwärmt,
Wenn er wieder aufgewärmt.

(Wilhelm Busch: Max und Moritz)


Sauerkraut enthält null Fett, kaum Kohlehydrate, aber reichlich Vitamine (hauptsächlich C, gerade jetzt sehr wichtig, aber auch A, B und K) und Mineralstoffe. 

Um dem über die Wienerstadt hereinbrechenden Winter zu trotzen, köcheln wir heute eine Suppe aus dem durch Milchsäure vergorenen, am Bauernmarkt erstandenen, frischen Sauerkraut. Die Suppe kann man natürlich auch aufwärmen. Und sauer macht schließlich lustig, sagt man.

Sauerkrautsuppentopf (für einen Pott = ca. 3 gute Portionen)

250 g rohes Sauerkraut
Oliven- oder Sonnenblumenöl
1 Schalotte oder kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Karotte
1/2 roter Paprika
2 Erdäpfel
Gemüsesuppe (z.B. diese* oder nach dem Rezept aus "So schmeckt Glück" von Volker Mehl)
1-2 Lorbeerblätter
1 gehäufter TL gemahlener Kümmel
1-2 TL geräuchertes Paprikapulver
1 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer
1/2 Becher Sauerrahm + 1/2 TL Speisestärke
frische Petersilie


Zwiebel und Knoblauchzehe fein hacken und in Öl glasig braten. Karotte und Erdäpfel schälen und in kleine Stücke schneiden. Das Sauerkraut gut abspülen, abtropfen lassen und etwas zerkleinern. Sauerkraut, Karotte, Erdäpfel, Paprikapulver und Kümmel zu der Zwiebel in den Topf geben und ein paar Minuten braten. Das Tomatenmark unterrühren und mit der klaren Gemüsesuppe aufgießen, den klein gewürfelten roten Paprika und die Lorbeerblätter dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Knappe 30 Minuten köcheln lassen. Den mit der Stärke verrührten Sauerrahm gut in der Suppe auflösen und kurz aufkochen lassen, damit die Stärke bindet. Die Lorbeerblätter entfernen, abschmecken und mit frischer, gehackter Petersilie verfeinern.

* Klare Gemüsesuppe: 1/2 Stange Lauch, 2 Karotten, 1 gelbe Rübe, 1/4 Knollensellerie, 1 Scheibe Ingwer, 1-2 Sternanis, 1-2 Lorbeerblätter, ein paar schwarze Pfefferkörner, Salz, frische Petersilie mit Wasser im Schnellkochtopf 10 Minuten köcheln, dann abseihen.

Rezept aktualisiert 11/2017

Das ist jetzt sehr albern: Sauerkraut Polka