Könnte ich mein Leben nochmals leben,
dann würde ich das nächste Mal versuchen, mehr Fehler zu machen.
Ich würde mich entspannen, lockerer und humorvoller sein als dieses Mal.
Ich kenne nur sehr wenige Dinge, die ich ernst nehmen würde.
Ich würde mehr verreisen - und ein bisschen verrückter sein.
Ich würde mehr Berge erklimmen, mehr Flüsse durchschwimmen
und mir mehr Sonnenuntergänge anschauen.
Ich würde mehr spazieren gehen und mir alles besser ansehen.
Ich würde öfters ein Eis essen und weniger Bohnen.
Ich hätte mehr echte Schwierigkeiten und weniger eingebildete.
Müsste ich es noch einmal machen, ich würde einfach versuchen,
immer nur einen Augenblick nach dem anderen zu leben,
anstatt jeden Tag schon viele Jahre im voraus.
Ich gehörte immer zu denen, die nie ohne Thermometer, Wärmflasche, Gurgelwasser, Regenmantel und Aspirin aus dem Haus gingen.
Könnte ich noch einmal von vorne anfangen, würde ich viel herumkommen, viele Dinge tun und mit wenig Gepäck reisen.
Könnte ich mein Leben nochmals leben, würde ich im Frühjahr früher und im Herbst länger barfuß gehen. Und ich würde öfters die Schule schwänzen.
Ich würde mir nicht so hohe Stellungen erarbeiten, es sei denn, ich käme zufällig daran.
Auf dem Rummelplatz würde ich viel mehr Fahrten machen, und ich würde Gänseblümchen pflücken.
Aber sehen Sie ...
ich bin 85 Jahre alt und weiß, dass ich bald sterben werde.
***
Leider ist mir der Verfasser des Textes unbekannt (stammt angeblich aus dem Brief eines Mönchs). Ich fand den Text einfach schön (und ja, auch kitschig! Aber das darf - nein, muss - manchmal auch sein.). So, und jetzt gehe ich es gleich mal an mit dem Verreisen und mir alles besser ansehen. CU!
26. Januar 2012
16. Januar 2012
Fisch ist gut, aber aus
Die Umweltberatung informiert, dass Österreichs Fischreserven für das heurige Jahr (!) bereits nach rund zwei Wochen aufgebraucht sind. Der so genannte Fischabhängigkeitstag ist ein errechnetes Datum und gibt den Grad der Selbstversorgung eines Landes mit Fisch an. Dieser wurde für Österreich am 16. Jänner erreicht :-( - für die gesamte EU ist der Fischabhängigkeitstag übrigens am 2. Juli.
Naja, als Binnenland hat man es nicht leicht. Ich glaub, ich muss mir was von den skandinavischen Ländern ausborgen, die können dafür meinen Anteil an Wiener Schnitzeln haben...
Naja, als Binnenland hat man es nicht leicht. Ich glaub, ich muss mir was von den skandinavischen Ländern ausborgen, die können dafür meinen Anteil an Wiener Schnitzeln haben...
15. Januar 2012
Plädoyer für einen vegetarischen Franzosen...
... oder einen französischen Vegetarier. Wie auch immer. Die französische Küche hat es in der Wienerstadt ja nicht leicht. Aus mir unerfindlichen Gründen setzte sie sich hierorts nie so richtig durch. Sehr schade! Andererseits hat die vegetarische Küche in Frankreich auch keinen Stockerlplatz. Hm... frau am köcheln hat sich jedenfalls einen französischen Klassiker zur Brust genommen und eine vegetarische Variante daraus gebastelt. Aus Boeuf bourguignon wird also
Tofu bourguignon ;-) - 2 Portionen
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| Da freut sich die Kuh - am Teller: Tofu ;-) |
1 Block Räuchertofu
1 EL getrocknete Steinpilze (oder ein paar frische Champignons)
2 EL Sojasoße, Pfeffer
1/2 Zwiebel
1/2 roter Paprika
1/8 l Rotwein
2 Essiggurkerl
ein paar kleine Salzkapern
Kreuzkümmel, Salz,englischer Senf
gehackte Petersilie
2 EL Rahm
1/2 TL Maisstärke
Naja, die Küchenkatze war ein bisserl enttäuscht angesichts des fehlenden Boeufs :-( Aber solange sich in ihrem privaten Napf "schonend gegarte Fleischstücke" oder ähnliches aus dem lila Beutel befinden, dies also eine garantiert tofufreie Zone bleibt, soll es ihr recht sein, meint sie.
9. Januar 2012
Wie uns das Kraut zur Gelassenheit verhilft
Ja ja, auch frau am köcheln hat Neujahresvorsätze und zwar: etwas (ein bisschen wenigstens!) buddhistische Gelassenheit und einen schönen Kopfstand ohne Umfaller. Oder zumindest gelassen zu bleiben, wenn ich umfalle ;-). Der sich in Riesenschritten nähernde erste Urlaub in diesem Jahr wird bezüglich Gelassenheit und Langsamkeit wohl einiges vorlegen: Die Reise geht nach Laos...
Doch noch befinden wir uns in der zu dieser Jahreszeit überaus grauen Wienerstadt. Nachdem das Angebot an heimischem Gemüse am Markt derzeit überschaubar ist, gibt es heute schon wieder (!) Kraut, diesmal aber auf indische Art.
Gemüse schnippeln kann ja durchaus als etwas Meditatives gesehen werden - vor allem, wenn man in indischen Großfamilienmengen kalkuliert. Und so ist ein solches Gemüsegericht nicht nur ein gesundes, leckeres Essen, sondern bringt ganz nebenbei auch gleich etwas Gelassenheit für die Köchin mit sich :-). Ist doch super und vollkommen unterschätzt, so ein Kraut!
Kraut, indisch (Menge für mitteleuropäischen Kleinhaushalt)
1 EL Ghee (oder Pflanzenöl)
1 TL schwarze Senfkörner
3-4 Curryblätter
Kurkuma und Chilipulver nach Geschmack
1/2 Krautkopf
ca. 100 ml Kokosmilch
etwas Wasser
Salz, etwas Zitronensaft
Das Kraut fein schneiden. Die Senfkörner kurz in Ghee anrösten (Vorsicht, die hüpfen!), die zerkrümelten Curryblätter, Kurkuma, Chilipulver und das Kraut dazugeben und weiterrösten. Mit Kokosmilch und Wasser aufgießen, salzen und das Kraut weich dünsten. Mit Zitronensaft abschmecken. Dazu passt Basmatireis.
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