7. März 2019

Chili sin Carne | Bauchwärmer für die letzten Wintertage


Fleischlose Chilivariante mit knackigen Maiskörnern und Kidneybohnen. Ordentlich Kreuzkümmel und ein Eizerl (!) Kakao machen es besonders aromatisch.

Bevor sich der Winter für heuer endgültig schleicht, genießen wir noch ein paar deftige Gerichte der Spätwinterküche. Dieses Tex-Mex-Gericht schmeckt auch in der vegetarischen Interpretation dank Kreuzkümmel und einem Hauch Kakao aromatisch und hält den Bauch während der letzten Wintertage gut warm. Den Schärfegrad kann man nach Belieben über die Auswahl und Menge der Chilischoten steuern. Das Chili kann man getrost als "cocina rápida" (wie Fast Food so ungleich schöner im Spanischen heißt) bezeichnen, denn es ist blitzschnell und einfach zubereitet, wenn nach dem Arbeitstag bereits der Magen knurrt.

Chili sin Carne | 2 Portionen 


1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
1 Tasse Sojagranulat
2 Tassen klare Gemüsesuppe
200 ml Tomatenpassata
1 Chilischote
1/3 Glas Maiskörner
1/2 Dose Kidneybohnen
1/4 TL Majoran
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL Paprikapulver
etwas Kakaopulver
Salz, Pfeffer
frisches Koriandergrün, Schnittlauch

Sojagranulat in der heißen Gemüsesuppe ziehen lasssen. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und im Olivenöl glasig braten.  Das Sojagranulat, die Tomatenpassata und die Chilischote dazugeben und mit Salz, Pfeffer, Majoran, Paprika und Kreuzkümmel würzen. 

Ein paar Minuten köcheln lassen, dann die Maiskörner, die Kidneybohnen (beides vorher abspülen) und das Kakaopulver dazugeben und ein paar Minuten weiter köcheln. 

Abschmecken und mit gehacktem Koriander und Schnittlauch bestreuen.

Evt. mit einem Klacks Rahm oder Naturyoghurt und Avocadospalten servieren. Wer bereits mit seiner Bikinifigur zufrieden ist, kann Tacochips dazu essen.

Ein Bierchen passt jedenfalls auch gut als Begleiter zu diesem deftigem Gericht.

👉 Man kann anstatt des Kakaopulvers auch ein Stückchen dunkle Schokolade in das Chili geben. Wäre doch einen Versuch wert. 😉

Buen provecho!


Chili sin Carne mit frischen Kräutern und ein Bierchen dazu gezischt...

27. Juni 2018

Nicht nur zum Geburtstag: Tarte au citron - Zitronentarte

Noch nicht ganz perfekt im Aussehen, aber im Geschmack wunderbar erfrischend zitronig

Schon seit Längerem wollte ich mal eine Zitronentarte backen, habe es aber immer wieder aufgeschoben. Zum Geburtstag des Mitbewohners im Mai habe ich mich dann doch drübergetraut - und es hat sich gelohnt. Die Zitronenmasse habe ich am Vorabend zubereitet und über Nacht im Schraubglas im Kühlschrank verstaut. Idealerweise sollte die Tarte dann auch noch einmal über Nacht ziehen. 

Diese Tarte au citron ist wirklich sehr yummie und kam gut bei allen Gästen an. 💜

Tarte au citron (Zitronentarte)


Zitronenmasse

4 (eher kleinere) Biozitronen
150 g Staubzucker
80 g Butter
3 große Eier
80 g Maisstärke

Für die Zitronenmasse die Eier in einer Schüssel verquirlen und die Zitronen auspressen. Den Zitronensaft mit dem Zucker und der Butter in einem Topf erhitzen. Etwas davon abzweigen und in einer Schüssel auskühlen lassen. Darin dann die Maisstärke auflösen. Diese Masse mit dem restlichen Zitronensaft vermischen und das Ganze dann vorsichtig unter die Eier rühren.

Wieder in den Topf zurückleeren und ganz langsam erhitzen. Unter ständigem Rühren zum Kochen bringen (wie einen Pudding, das kennen wir ☺). Wenn die Masse eine puddingähnliche Konsistenz hat, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Mürbteig

175 g Mehl
100 g Butter
25 g Staubzucker + 1 TL Vanillezucker
1 Dotter
1 EL Wasser

Baisermasse

2 Eiklar
1 Prise Salz
140 g Staubzucker
1 Spritzer Zitronensaft

Mürbteig zubereiten und 20 Minuten (davon die ersten 10 Minuten blind) bei 180° backen. Den Teig auskühlen lassen und dann die Zitronenfülle darauf verteilen.

Das Baiser vorbereiten, indem man das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlägt. Dann den Zucker und den Zitronensaft dazugeben und weiterschlagen. Der Schnee sollte sehr fest sein. Mit einem Spritzbeutel kleine Berge auf der Zitronenmasse formen und für weitere 30 Minuten bei 100° backen.

Sauer macht lustig, sagt man. Diese Tarte au citron auf jeden Fall...

Bei der Zubereitung der Zitronenmasse heißt es: Dran bleiben und immer schön rühren!


22. März 2018

Ofengemüse: Das lockt dich hinterm Ofen hervor

Knackiges Gemüse aus dem Backofen zum Frühhhhh - hüstel - lingsbeginn.

Der Frühlingsbeginn steht im Kalender, die Sommerzeit beginnt am kommenden Sonntag, aber hallo???

Langsam wird das Wintergemüse auch fad. Daher peppen wir das Wurzelgemüse mit einem Bio-Zucchino (ok, aus Italien), vielen frischen Basilikumblättern (aus dem Blumentopf im Wohnzimmer☺) und etwas Feta auf. So, und jetzt gehen wir Bärlauch sammeln - rein aus Trotz - es ist immerhin Frühling!


Ofengemüse mit Couscous (1 P.)


1 Karotte
1 Stück Butternusskürbis (je nach Größe)
1 kleiner Zucchino
Olivenöl
Kreuzkümmel
geräucherter Paprika
Salz
Pfeffer
1 kleine Tasse Vollkorn-Couscous
ein paar Fetastückchen
frische Basilikumblätter

Gemüse in 1 cm große Stücke schneiden und in eine Ofenform geben. Mit Olivenöl beträufeln, mit Kreuzkümmel, Räucherpaprika, Salz und Pfeffer würzen und gut durchmischen. Ca. 30 Minuten bei 200° im Backofen garen. 

Couscous leicht salzen und mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Das Gemüse auf dem Couscous anrichten und mit Fetastückchen und Basilikum bestreuen.

Und wieder mal ein Cover von Catpower: At the dark end of the street, yesssss  

6. März 2018

Orechiette con broccoli - Viva la cucina italiana

Orechiette con broccoli, ein schnelles Pastagericht für die Mittagspause.

Was ich an der italienischen Küche so schätze, sind vor allem die absolut simplen, rasch zubereiteten Pastagerichte. Und es gibt so viele fleischlose Varianten, herrlich! Nur wenige Zutaten, aber die gelungene Kombination dieser führt zu einem schmackhaften Ergebnis. Eines dieser Gerichte sind


Orechiette con broccoli (1 P.)


100 g Orechiette
1/2 Brokkoli (nur die Röschen)
Olivenöl
1 Knoblauchzehe
Peperonciniflocken
evt. 1 Sardelle
Salz
schwarzer Pfeffer
1 EL Parmesan

Brokkoli in Röschen zerteilen, waschen und in Salzwasser (bzw. im Nudelwasser, wenn die Orechiette bereits gekocht wurden) sehr bissfest köcheln (ca. 5 Minuten), dann abseihen. Die klein gehackte Knoblauchzehe und die Peperonciniflocken in Olivenöl anbraten, evt. eine klein geschnittene Sardelle dazugeben. Dann die Brokkoliröschen  in den Topf geben, salzen und pfeffern. Schließlich gut mit den al dente gekochten Orechiette vermischen. Etwas grob geriebenen Parmesan darüber e buon appetito! (Wenn es nicht erst mittags wäre, würde ich jetzt ein Gläschen trockenen Weißwein dazu trinken.)

Das Rezept kommt aus Süditalien, wo man statt des Brokkoli Cime di Rapa (die deutsche Übersetzung lautet „Stängelkohl“ – was für ein hässliches Wort im Vergleich zum italienischen Namen) nimmt. Cime di rapa, der mittlerweile auch auf hiesigen Märkten erhältlich ist, hat einen intensiveren, aber auch bittereren Geschmack als Brokkoli. Zu diesem Gemüse aber vielleicht ein andermal - vediamo.