8. Januar 2018

Nur ein bisschen Suppe? ...und Kuchen!

Das asiatisch inspirierte Detoxsüppchen schmeckt auch jenen, die nicht detoxen wollen. 😉

Für viele steht die Zeit nach den Weihnachtsfeiertagen im Zeichen von Fasten, Entschlacken, Detoxen oder wie man es nennen will. Die Neujahresvorsätze sind noch frisch, Detoxrezepte und Fastenkuren boomen und die Fitness- und Yogastudios sind gut besucht. Aber keine Sorge, all das legt sich nach ein paar Wochen wieder.

Suppen sind (nicht nur in dieser Zeit) ideal: Sie wärmen von innen und machen zufrieden und satt. Wer also aktuell ein etwas leichteres Rezept sucht, bitte sehr. Die Pilze und der frische Rettich in dieser Suppe fördern die Entgiftung und schmecken überdies würzig. Die Suppe ist leicht, aber trotzdem sättigend.

Asiatisch inspiriertes Detoxsüppchen 


ca. 1 l klare Gemüsesuppe:
1 Suppengrün, 1 Lorbeerblatt, 1 Scheibe Ingwer, 1 Sternanis, 1 TL Meersalz, 10 schwarze Pfefferkörner mit Wasser aufgießen und 10 Minuten im Schnellkochtopf köcheln, abseihen.

2 EL getrocknete (oder frische) Shitakepilze 
1 TL getrocknete Algen (z. B. Hiziki)
1 Karotte
1/2 Stück weißer Rettich
1/4 Stange Lauch
1 Stk. Stangensellerie
1/4 TL geriebener frischer Ingwer
etwas Sojasoße
etwas Zitronensaft
evt. gehackte Kräuter

Getrocknete Pilze für mindestens eine halbe Stunde in lauwarmem Wasser einweichen, dann klein schneiden. Karotte und Rettich mit dem Julienne-Schneider in feine Streifen, Lauch und Stangensellerie mit dem Messer ebenfalls in feine Streifen schneiden. Ingwer frisch reiben.

Zuerst die Pilze und Algen in die Suppe geben und für ein paar Minuten köcheln, danach das Gemüse dazugeben - es sollte alles bissfest bleiben. Mit Sojasoße (danach nicht mehr aufkochen), Zitronensaft und evt. Kräutern abschmecken.

😇😇😇

Und für die, die auf den Verzicht verzichten, gibt es noch ein Rezept für einen ganz einfachen, aber einfach gut schmeckenden Apfelkuchen.


Einfacher Apfelkuchen (3 kleinere Kuchen)


200 g Butter
250 g Vollmilchtopfen 
250 g Dinkelmehl
3-4 Äpfel
etwas Zitronensaft
1/2 TL gemahlener Zimt
3-4 EL Rohrzucker

Butter mit Mehl abbröseln und mit Topfen zu einem glatten Teig verkneten. 3 Kugeln daraus formen und kurz im Kühlschrank rasten lassen. Inzwischen die Äpfel schälen und dünnblättrig schneiden, mit Zitronensaft, Zimt und Rohrzucker vermischen.

Die erste Teigkugel zu einem Rechteck ausrollen, die Mitte mit der Apfelfülle belegen, beide Längsseiten und die Enden einschlagen und vorsichtig festdrücken. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit den beiden anderen Teigkugeln gleich verfahren - alle 3 Kuchen passen nebeneinander auf ein Backblech. Der Kuchen schmeckt noch warm und kalt, zum Frühstück, zur Jause, zwischendurch...


Ein Kuchen für alle Fälle: Apfelkuchen - schnell zubereitet und noch schneller aufgegessen.

22. Dezember 2017

Kleine Geschenke für freundliche Mitmenschen: Dattelkonfekt



Den kürzesten Tag des Jahres haben wir überstanden. Jetzt noch Weihnachten und dann ab ins neue Jahr, das uns - und euch natürlich - hoffentlich ausschließlich angenehme Erlebnisse, positive Erfahrungen, interessante Reisen, Treffen mit freundlichen Zeitgenossen, einen ausgedehnten, wunderbaren Sommer (wir fordern 9 Monate Sommer!), gute Bücher und spannende Filme bringt. 

Wer noch ein nettes Mitbringsel braucht, hier ein Tipp für ein kulinarisches, blitzschnell hergestelltes Geschenk: 


Dattelkonfekt (ca. 40 Stück)


10 Medjouldatteln
1 EL Kokosraspeln
1/2 TL gemahlener Kardamom
1/2 TL gemahlener Ceylonzimt
1 MS Bourbonvanille
1 gehäufter TL Kakao
3 EL Kokosöl
1 TL Cointreau
2 EL gemahlene Mandeln

Die Datteln entkernen und in Stücke schneiden. Kokosöl schmelzen. Datteln mit dem Kokosöl und einem Esslöffel Wasser im Blender zerkleinern. Die übrigen Zutaten daruntermischen und weitermixen. Es sollte eine halbfeste, formbare Masse entstehen. Evt. einen Löffel Wasser unterrühren, wenn die Masse zu fest ist. Kugeln formen und diese in Kokosraspeln wälzen. Am besten gelingen die Dattelkugeln mit den sehr weichen, großen Medjouldatteln. Das Dattelkonfekt bis zum Verzehr kühl lagern.

7. November 2017

Rote Linsen Curry mit Karfiol und gelben Rüben - gut gegen den Herbstwind

Cremiges, sehr aromatisches Curry aus roten Linsen mit Karfiolröschen und gelber Rübe

Nach dem gestrigen Reisebericht nun aber wieder ein Rezepterl. Und zwar für ein wunderbar cremiges, zu dem feucht-kalten Wetter passendes Curry aus roten Linsen, Karfiol und gelber Rübe. Das Rezept stammt aus dem 30 Minuten Bio-Rezeptkistl vom Biohof Adamah (Rezept war online verfügbar). Den im Originalrezept enthaltenen Blattspinat habe ich allerdings weggelassen, weil nicht mehr bei den von mir besuchten Bauernmarktständen vorrätig. Die Sonnentor Gewürzmischung (Shantis Tandoori Masala) habe ich durch halb Curry-, halb Garam Masala-Mischung ersetzt und nur die halbe Menge rote Linsen verwendet. Zum Drüberstreuen gibt es Petersilie und Sesamsamen. Dazu natürlich Basmatireis.



Cremiges Curry mit roten Linsen, Karfiol und gelber Rübe (2 P.)



Olivenöl
1 Stück Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer
100 g rote Linsen
2 gelbe Rüben
1 TL Currypulver (Sonnentor)
1 TL Garam Masala (selbst gebastelte Mischung)
ca. 200 ml Passata
100 ml Kokosmilch
Salz, Pfeffer
1 TL Gemüsesuppenpulver
1 Stück Karfiol (nicht allzu groß), waschen und in Röschen zerteilen
etwas gehackte Petersilie und Sesam zum Bestreuen
2 EL Joghurt

Die roten Linsen in einem Sieb gut waschen und abtropfen lassen. Die gelben Rüben schälen und in 5 mm dicke Scheiben schneiden.

Schalotte, Knoblauchzehe und Ingwer klein schneiden und in Olivenöl anbraten. Die gelben Rüben, die Linsen und die Gewürzmischungen dazugeben und ein paar Mal durchrühren. Mit der Passata aufgießen, mit Gemüsesuppenpulver würzen und durchrühren, dann die Kokosmilch dazugeben. 15 Minuten zugedeckt köcheln lassen, evt. mit etwas Wasser aufgießen. Nun die Karfiolröschen dazugeben, salzen und Pfeffern.  Für weitere 7 Minuten köcheln - der Karfiol sollte schön bissfest bleiben - und abschmecken. In einer Suppenschale oder einem Suppenteller mit Basmatireis, einem Löffel festen Joghurt, Sesamsamen und Petersilie anrichten.


Ergebnis des herbstlichen Marktbesuchs - jetzt ist die beste Zeit am Bauernmarkt!

6. November 2017

Kurztrip nach Friaul - Polenta passt immer

Ein Kurztrip nach Cividale del Friuli war durchaus erfreulich: Freundliches Städtchen, angenehme Unterkunft in einem Agriturismo, nette Leute, passables Wetter, hervorragendes Essen, süffige Weißweine und sogar ein wenig Meerluft schnuppern: Was will frau mehr?

Ein paar Impressionen - ach, Italien halt:

Feine hausgemachte Teigtaschen mit Spinat-Kräuterfülle, bestreut mit Zimt und geräuchertem Käse im empfehlenswerten Ristorante Pomo d'oro in Cividale.

Vor dem Essen im Cafe: Aperitivo in vernünftigem Ausmaß :-)

Dann Abendessen in der Trattoria Alla Frasca in Cividale. Con primo: Gegrillter Steinpilzkopf mit Käsesoße und Polenta, die der Friulaner standardmäßig als Beilage reicht.
Danach eine ungewöhnliche, sehr sättigende Kombi: Linguine mit Garnelen und Maroni. Im Hintergrund Calamari fritti: So weit weg ist das Meer ja nicht.


Eine regionaltypische Speise im Friaul ist Frico con Polenta. Das aus der bäuerlichen Küche stammende Gericht besteht hauptsächlich aus Erdäpfeln und Käse mit hohem Fettgehalt (z.B. Montasio). Da dies noch nicht genug Kalorien für hart arbeitende Menschen enthält, wird als Beilage Polenta gereicht. Schmeckt aber durchaus gut, wenn man kein Problem mit geschmolzenem Käse hat. 😏

Dazu passt dann ein Gläschen Ribolla nuovo, quasi ein Sturm, der eine solch deftige Unterlage durchaus verträgt.

Neben Frico durfte frau auch Kürbisgnocchi (mit etwas Zimt, mhhh, ebenfalls im Pomo d'oro), ein Kürbisrisotto mit Scamorzo und Mohn (Osteria Alla Ghiacciaia in Udine), Spaghetti alla bottarga (geriebener, sehr salziger Fischrogen, eigentlich eine sardische Spezialität) und viele gute Weißweine genießen (hauptsächlich Friulano, die klassische Sorte des Friaul. Die Rebsorte hieß eigentlich immer Tokai, darf aber seit 2008 aufgrund des - sicherlich hochsinnvollen - EU-Markenschutzes nicht mehr so genannt werden, um eine Verwechslung mit dem Tokajer zu vermeiden). Dazwischen haben wir nachgeschaut, wo der Wein im Collio wächst und einen Sprung nach Grado gemacht und die Nasen in die Sonne gesteckt.

Allora, so lässt sich auch der Herbst ertragen. 

Ein sehr empfehlenswertes friulanisches Lokal in Wien ist übrigens La Pergola. Nicht von der Website und auch nicht von der rustikalen Inneneinrichtung abschrecken lassen.