17. Oktober 2016

Ein mediterranes Slowfood-Wochenende daheim

Das bringt einen Hauch Mediterranea in die Leopoldstadt: das Fischsüppchen.
 
Das vergangene Wochenende war wirklich ein gemütliches: Samstag Nachmittag ein bisserl geshoppt, dabei überraschend einen Supidupi-Wintermantel von ulliko ergattert. Und nach einem Einkauf bei Merkur am Hohen Markt habe ich dann am Abend gemütlich vor mich hingeköchelt, eine Fischsuppe und Bachsaiblingsfilets mit Erdäpfelpüree und Mangold. Später dann ein gemütliches Bierchen im L'Ase und gut war's. Ein richtiges Slow Food (und Mood) Wochenende :-).

Zuerst war der Küchenjunge ja skeptisch ("Was macht denn das ganze Gmias in der Fischsuppe?"), dann hat er sie aber sichtlich mit Genuss gelöffelt, die 
 

Fischsuppe (2 P.)


Olivenöl
1 Stk. Stangensellerie
2 kleine oder 1 große Karotte
1/2 Stk. Lauch

1/4 roter Paprika
ca. 1/16 l trockener Weißwein
200 ml Fischfonds

1 Fischfilet (Heilbutt etc.)
ein paar Garnelen
ein paar Muscheln
4 Wacholderbeeren

1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Prise Anis
Safranfäden

Salz, Pfeffer
Petersilie

"Das ganze Gmias" klein und das Fischfilet in mundgerechte Stücke schneiden. Das Gemüse (den Paprika noch nicht) in Olivenöl anbraten, mit Weißwein ablöschen. Dann mit Fischfonds und Wasser aufgießen und mit den Gewürzen, Salz und Pfeffer weich köcheln.

Dann zuerst die Garnelen und die Paprikastücke in die Suppe geben, danach (falls tiefgekühlte Garnelen verwendet werden, warten, bis die Suppe wieder köchelt) die Fischfiletstücke, die Muscheln und die gehackte Petersilie in die Suppe geben. Nicht mehr kochen, sondern nur ziehen lassen, bis sich die Muscheln geöffnet haben und die Fischfiletstücke gar sind. Gleich servieren. Mit Baguette oder Olivenbrot durchaus auch ein Hauptgericht...
 
Und dazu ein Ex Vero II vom Weingut Werlitsch. Was will frau mehr. ;-


Aktuelles Küchenlied: Endlich Neues von Conor Oberst! Tachycardia

Nach der Fischsuppe gab es Bachsaiblingfilets mit der Dijon Exotique Mischung von
Babette's, Mangold und Erdäpfelpüree. Im Glas: Ex Vero II.

13. Oktober 2016

Lass die Sonne rein: Fenchel-Orangen-Curry und Kürbis-Orangen-Süppchen

Das fruchtige Fenchel-Orangen-Curry bringt Sonne in trübe Herbsttage.

Quasi über Nacht wurde nun aus dem freundlichen Spätsommer ein trüber, feuchter Herbst. Zeit für wärmende Süppchen und Currys. Hier ein ganz schnelles, fruchtig-frisches 

Fenchel-Orangen-Curry (1 P.)


1 Schalotte
1 Scheibe frischer Ingwer
2 Erdäpfel
1 kleine Fenchelknolle
1 kleine Karotte
1/2 Orange
ca. 0,1 l Kokosmilch
1/2 TL Kurkuma

1/2 TL gelbe Senfsaat
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL gemahlener Koriander
1 Lorbeerblatt
Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Die halbe Orange schälen und in kleine Stücke schneiden. Fenchel, Karotte und Erdäpfel in kleine Stücke schneiden.

Die klein geschnittene Schalotte und den fein gehackten Ingwer in Kokosöl glasig anbraten. Kreuzkümmel, Koriander, Senfsaat und Kurkuma dazugeben und durchrühren. Das Gemüse dazugeben und mit Wasser aufgießen. Lorbeerblatt hineingeben, salzen und pfeffern und Gemüse bissfest köcheln. Für die letzten 2 Minuten die Orangenstücke mitköcheln, dann mit der Kokosmilch aufgießen. Mit etwas Zitronensaft würzen und abschmecken.

Gut, dass auf dem kleinen Balkon noch frische Lorbeerblätter vorrätig sind. Übrigens: Die Mengenangaben bei den übrigen Gewürzen sind (wie meistens) Richtwerte, also einfach ausprobieren und nach eigenem Geschmack würzen.

Kürbis kann man gerade im Herbst nicht oft genug verspeisen, gibt es doch auch unglaublich viele Kürbissorten. Heute verfeinern wir das Süppchen mit Mango-Orangensaft, frisch gepresstem Orangensaft und Orangenschalen.


Kürbis-Orangen-Süppchen


1 Schalotte
1 Stück Ingwer
1 TL Kurkuma
1/2 TL Koriander gemahlen
1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
1/2 TL gelbes Currypulver
1 Stück Kürbis (diesmal die Sorte Langer von Nizza)

Gemüsesuppenpulver
ca. 0,1 l Mango-Orangen-Saft (oder nur O-Saft)

Saft von 1/2 Orange
etwas geriebene Orangenschale
ca. 0,1 l Kokosmilch

Salz, Pfeffer
frische Petersilie 
evt. geröstete Kürbiskerne

Die mühsamste Arbeit ist gleich zu Beginn und wurde bravourös vom Küchenjungen gemeistert: Den Kürbis schälen, entkernen und in Stücke schneiden. 


Jetzt gehts aber easy weiter: Klein geschnittene Schalotte und fein gehackten Ingwer in Kokosöl anschwitzen, dann Kreuzkümmel und Koriander mitrösten. Die Kürbisstücke und das Currypulver dazugeben, mit Suppe aufgießen und weich köcheln. Mango-Orangensaft, Orangensaft, Orangenschale und Kokosmilch dazugeben und pürieren. Abschmecken und mit gehackter Petersilie und gerösteten Kürbiskernen servieren.

Aktuelles Küchenlied: Pearl Jam - Just breathe

Geburtstagsessen im Ü - sehr nettes, sympathisches Gsi-Lokal mit feinem Essen.
Kein Freitag, denn da gibts ausschließlich Käsknöpfle ;-).

26. September 2016

Weintraubenstrudel - Herbstauftakt mit Sonnenschein

Die Weintrauben sind bereits geerntet. Nun gibt es Weintraubenstrudel!


Zur Jause in der frühherbstlichen Nachmittagssonne gab es am Wochenende einen Weintraubenstrudel. Weil es sehr schnell gehen musste, nahm frau (ausnahmsweise) einen Fertigteig zur Hand. Wer mehr Zeit hat, kann natürlich gerne selber den Teig zaubern.

Schneller Weintraubenstrudel (2 Strudel)


2 Stk. mürber Strudelteig
0,5 kg Weintrauben (eher kleinere Trauben nehmen)
100 g Butter
100 g Vollrohrzucker

1/2 TL Vanillezucker
2 Eier
5 geh. EL gemahlene Haselnüsse
2 geh. EL Maisstärke
1 EL Rum
1 Prise Zimt
etwas getrocknete Orangenschale


Weintrauben gründlich waschen. Eier trennen. Weiche Butter mit der Hälfte des Zuckers, dem Vanillezucker und den zwei Dottern schaumig schlagen. Die Haselnüsse, Zimt, Rum, Orangenschale und Maisstärke unterrühren. Schnee aus den zwei Eiklaren schlagen und mit dem restlichen Zucker fertigschlagen. Vorsichtig unterheben.

Die Masse auf dem unteren Drittel der Teigplatte verstreichen und mit Weintrauben belegen. Rasch einrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Ein paar Mal vorsichtig mit einer Gabel einstechen und 30-40 Minuten bei 190° backen. Mit Staubzucker bestreut servieren. Und wer es nicht erwarten kann: Schmeckt auch lauwarm gut!

19. September 2016

Und wieder lockt der Ofenkürbis

Eine harmonische Kombi: Hokkaidokürbis - Sesam - Blattspinat

Zurück aus Dalmatien muss frau sich essenstechnisch wieder ein bisschen auf die gesunde Gemüseküche einpendeln. Das gelingt mit dem köstlichen Hokkaidokürbis aus dem Backofen aber ganz leicht. Und trinktechnisch kehrt frau ebenfalls aus dem Urlaubsmodus zurück, ich sag nur Karlovacko, Grasevina, Plavac etc...  ;-)

Fangen wir mal mit dem Essen an: Herbstzeit ist Kürbiszeit! Das Räuchernuss-Birne-Pesto von Grossauer (falls zur Hand) passt wunderbar zu dem Kürbis und den Nudeln. Man kann es aber auch weglassen oder durch ein selbstgemachtes Nusspesto ersetzen. Auch das Quinoa kann man weglassen, da die Nudeln aus Mungbohnenmehl ohnehin sehr proteinreich sind.

Die Mungbohnenpasta ist grün wie so mancher Bezirk in der Wienerstadt ;-), schmeckt leicht nussig und kann wie herkömmliche Nudeln verwendet werden. Aber Vorsicht: Sie ist zwar glutenfrei, hat aber nicht weniger Kalorien als (Hart-)Weizenpasta. Also eher nix Diätküche. :-(


Zutaten für eine Portion:


Hokkaidokürbisspalten mit Mungbohnennudeln und Spinatsalat


1/2 Hokkaidokürbis
Olivenöl
Räuchersalz
geräuchertes Paprikapulver
Rosmarin (frisch oder getrocknet) 
50 g Bio-Mungbohnen-Spiralen (ich habe diese hier genommen)
2 TL Grossauer Räuchernuss-Birne-Pesto*
2 EL gekochtes Quinoa

Den Kürbis waschen, entkernen und in Spalten schneiden. In eine Backform legen, mit Olivenöl beträufeln und mit Räuchersalz, geräuchertem Paprikapulver und gehackten Rosmarinnadeln bestreuen und ca. 25 Minuten bei 200° backen.

Die al dente gekochte, abgeseihte Pasta mit dem Quinoa und dem Pesto vermischen und mit den Kürbisspalten und diesem Spinatsalat anrichten.


Blattspinatsalat mit Tahindressing


1 Handvoll zarter Blattspinat
1 TL weißes Tahin
1 TL Shoju Sojasoße
1 TL Olivenöl
3 TL Wasser
etwas Gomasio (Sesam-Meersalz-Mischung) zum Bestreuen

Blattspinat gut waschen und gegebenenfalls zerteilen. Alle Zutaten für das Dressing in ein Schraubglas geben und gut schütteln. Dressing über den Blattspinat gießen und mit Gomasio bestreuen.


* (Räuchernuss Birne Pesto Zutaten: Sonnenblumenöl, Birne, Haselnüsse, Grana, Verjus, Salz und Räuchersalz)
 

Ach, schön war's ;-)