25. März 2014
Frühling.... bitte warten
Die Schanigärten stehen bereit und konnten schon an etlichen sonnigen Tagen genutzt werden (Ich vermute fast, dass in dieser Saison das Café Nelke am Volkertmarkt der chilligste Schanigarten für frau werden wird ;-).
Jetzt harren sie der Dinge, bis es wieder wärmer wird, und wir köcheln inzwischen ein frisch-saures, Thaifood-inspiriertes Süppchen.
Zitronengras-Kokos-Ingwer-Suppe (für 2 reichhaltige Suppenschüsseln)
1/2 l Gemüsebrühe (ich nehme wie immer die klare Gemüsesuppe von Sonnentor, wenn keine frisch geköchelte vorhanden ist)
150 ml Kokosmilch
1 EL rote Thai-Currypaste
2 Stangen Zitronengras
5 Scheiben Ingwer
5 getrocknete Keffirblätter
1 kleine Melanzane
2 Stk. Jungzwiebel
1 roter Paprika
1 EL Zitronensaft
1 EL Olivenöl
1/2 Stück Tofu
Fischsoße (oder Sojasoße)
Tamarindenpaste
Saft einer halben Limette
Grob gehackte(r) Koriander oder Petersilie
Paprika in Streifen schneiden und mit Olivenöl und Zitronensaft marinieren. Gemüsebrühe und Kokosmilch zum Kochen bringen, die Currypaste einrühren und mit dem Zitronengras, Ingwer und den Keffirblättern ca. 3 Minuten köcheln lassen. Wer es schärfer mag, nimmt entsprechend mehr Currypaste oder köchelt noch zusätzlich frische Chilis mit.
Melanzane in kleine Würfel schneiden und ca. 15 Minuten in der Suppe weich köcheln. Dann die in Ringe geschnittenen Jungzwiebeln, den Paprika und den Tofu dazugeben und weitere 5 -7 Minuten köcheln. Mit Fischsoße, Tamarindenpaste, Limettensaft und Salz abschmecken und mit gehacktem Koriander (oder mit Petersilie) bestreuen.
Wer braucht Fertignahrung, wenn Selbstgemachtes so schnell geht und außerdem sowieso besser schmeckt? Und das beginnt bereits am Morgen: Mein momentanes Lieblingsfrühstück ist ein superschnell zubereitetes
Dinkelporridge
6 EL Dinkel, (am besten frisch) geschrotet
1/4 l Sojamilch (oder Hafermilch Chai, dann ohne zusätzlichen Zimt)
1/4 TL gemahlener Zimt (nur Ceylonzimt nehmen!)
1 Apfel
2 EL getrocknete Beeren-Früchte-Mischung (ich habe zurzeit eine Himbeer-Erdbeer- Bananenmischung von Staudigl) bzw. im Sommer frische Beeren
1 EL Mandelsplitter
Dinkel und Zimt in die Sojamilch einrühren und unter ständigem Rühren zwei bis drei Minuten köcheln lassen. Apfel samt Schale hineinreiben und noch einmal aufblubbern lassen.
Dann die Beerenmischung und die Mandelsplitter dazugeben und ca. 5 Minuten ziehen lassen. Zugegeben, der Brei schaut ein bisschen komisch aus, aber er schmeckt, hmmmm, so beginnt der Tag gut!
19. März 2014
Da sticht dich der Nackthafer
| Spring opening mit Schilcher am kleinen Balkon - ein bisschen kahl ist er noch. Noch. ;-) |
Damit wir das frühlingshafte Wetter auch voller Elan nutzen können, empfiehlt sich der Griff zu eiweiß-, mineral-, vitamin- und ballastoffreicher Nahrung. Das alles bietet der Hafer. Der Hafer ist die eiweißreichste Getreideart und enthält neben diesem hochwertigen Eiweiß auch höhere Mengen an Mineralstoffen und Vitaminen als die anderen Getreide. Hafer ist auch ballaststoff- und fett- und damit energiereicher als andere Getreidearten. Das macht uns munter und unternehmungslustig.
Schon die Germanen schätzten die Vitamine und Mineralstoffe des Hafers und wurden deshalb von den Römern als "Haferfresser" bezeichnet. Bis zum Mittelalter war Hafer in Nord- und Mitteleuropa das am meisten verzehrte Getreide. Dann wurde es von Weizen und Roggen verdrängt. Heute suchen viele nach Weizenalternativen, und so wird auch der Hafer wieder interessant. Botanisch unterscheidet man zwischen Spelz- und Nackthafer. Zweiteren gibt es z. B. unverpackt in Lunzers Maß-Greißlerei. Daraus lässt sich ein schmackhaftes und gesundes Frühlingsessen zubereiten.
| Hafer statt Reis: Risotto mal ein bisschen anders. Da lachen die Germanen und die Römer gemeinsam. :-) |
100 g Nackthafer
1 EL Ghee
1 Stück Frühlingszwiebel
2 Karotten
2 Stück Stangensellerie
1/3 roter Paprika
Gemüsebrühe
1/2 TL Kurkuma
etwas Asaföetida
etwas gemahlener Kreuzkümmel
etwas Vollrohrzucker
Salz (Steinsalz), frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
frische, grob gehackte Petersilie
Nackthafer waschen und 12 Stunden in kaltem Wasser einweichen. Danach abseihen.
Gemüse klein schneiden und mit dem Hafer in Ghee anbraten. Mit Gemüsebrühe aufgießen und mit Kurkuma, Asaföetida, Kreuzkümmel, Vollrohrzucker, Salz und Pfeffer würzen. Ca. 20 Minuten köcheln, evt. Brühe nachgießen. Das Ergebnis sollte noch feucht, der Hafer aber bissfest und risottoartig sein. Mit gehackter Petersilie bestreuen.
20. Februar 2014
A soup called Little Red Riding Hood
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| Die Diskussion, ob das Glas jetzt halbleer oder halbvoll ist, können wir uns hier eindeutig sparen. Die Suppe hingegen ist einfach "Little Red Riding Hood" ;-). |
Daher gibt es heute noch ein winterliches Suppenrezept, ein abgewandeltes Suppito-Rezept (Die heißt dort "Rote-Rüben-Apfel-Kren-Suppe". Die Suppenbasis und das Zutun von Kurkuma und Nelke stammen von mir). Den Namen fand ich etwas schnöde, daher wurde sie nicht nur mehr gewürzt, sondern aufgrund ihrer exzeptionellen Farbe auch gleich umgetauft:
Little Red Riding Hood Soup
etwas Rapsöl
1/2 Knollensellerie
2 rote Rüben
3 kleine Karotten
1 rote Zwiebel
1 kleiner Apfel
1/2 TL gemahlener Kümmel
1 l Gemüsesuppe (1 Porree, 1/2 Knollensellerie, 2 kleine Karotten, 3 Nelken, 3 Lorbeerblätter, 5 Pfefferkörner, 1 EL Salz in ca. 2 l Wasser im Druckkochtopf 10 Minuten köcheln)
2 MS Nelkenpulver
2 MS Kurkuma
2 EL frisch gerissener Kren
schwarzer Pfeffer
Steinsalz und Fleur de Sel
1 TL Apfelessig
Gemüse in kleine Stücke schneiden und mit dem Kümmel im Öl anbraten. Mit der Gemüsesuppe aufgießen, salzen und weich köcheln. Mit Pfeffer, Nelkenpulver und Kurkuma würzen. Dann pürieren und mit dem frisch gerissenen Kren, dem Essig und Fleur de Sel abschmecken. Der Kren und der Apfelessig machen's in der Kombination mit den roten Rüben. Wohl bekomm's....
Und weil wir alle irgendwann mit irgendetwas anfangen müssen, gibt es heute als Küchenlied: Absolute beginners.
3. Februar 2014
Erbsen in den Öhrchen
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| "Du kannst die Lehrerin nicht hör'n mit Bohnen in die Ohr'n" |
Das Minze-Kräutlein passt nicht nur in den Mojito - ist jetzt auch nicht die richtige Jahreszeit dafür -, sondern geht auch eine wunderbare Geschmackskombination mit Erbsen ein. Grün gesellt sich halt gern zu grün ;-). Und die Öhrchen-Erbsen-Kombi sieht auch witzig aus. Da muss ich doch glatt wieder den alten Schlager-Gus bemühen - falls sich noch jemand an diesen Germanistenalbtraum erinnern kann: Bohnen in die Ohr'n. Nun aber das Rezept - ecco!
160 g Orecchiette
50 g TK-Erbsen
2 EL gehackte Minze
Olivenöl
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 EL Weißwein
50 ml Sojaobers (oder Creme fraiche)
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL geriebener Pecorino Sardo
Die Orecchiette in Salzwasser al dente köcheln und dann sorgfältig abseihen. In der Zwischenzeit die Erbsen kochen. Die fein gehackte Schalotte mit dem Knoblauch in Olivenöl glasig anbraten. Mit dem Weißwein ablöschen, dann das Sojaobers zugießen und mit etwas Erbsenkochwasser verdünnen. Salzen und pfeffern und ein wenig köcheln lassen. Von der Flamme (Herdplatte) nehmen und 2/3 der Minze und den Pecorino in die Soße geben. Dann kurz zugedeckt stehen lassen.
50 g TK-Erbsen
2 EL gehackte Minze
Olivenöl
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 EL Weißwein
50 ml Sojaobers (oder Creme fraiche)
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL geriebener Pecorino Sardo
Die Orecchiette in Salzwasser al dente köcheln und dann sorgfältig abseihen. In der Zwischenzeit die Erbsen kochen. Die fein gehackte Schalotte mit dem Knoblauch in Olivenöl glasig anbraten. Mit dem Weißwein ablöschen, dann das Sojaobers zugießen und mit etwas Erbsenkochwasser verdünnen. Salzen und pfeffern und ein wenig köcheln lassen. Von der Flamme (Herdplatte) nehmen und 2/3 der Minze und den Pecorino in die Soße geben. Dann kurz zugedeckt stehen lassen.
Die Erbsen
und die Orecchiette gut mit der Soße vermischen, anrichten und mit der restlichen Minze
bestreuen.
Als Dessert leisten wir uns noch eine yummie!
Schokocreme mit Blutorangen-Shot (für 6 kleine Schälchen)
400 g Seidentofu
120 g Schokolade (70-80%ig)
etwas Agavendicksaft
1/2 TL Vanillezucker
1 Prise Chilipulver
Saft von 2 Blutorangen
2 Kardamomkapseln
1 schwarzes Pfefferkorn
3 TL Vollrohrzucker
1 TL Maizena
Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Den Seidentofu mit dem Pürierstab cremig aufschlagen. Den Vanillezucker, Agavendicksaft, Chili und nach und nach die geschmolzene Schoki dazu geben und weiterpürieren. Kühl stellen. Den Blutorangensaft mit dem Zucker und Maizena verrühren und mit den aufgeschlitzten Kardamomkaspeln und dem Pfefferkorn im Wasserbad so lange erhitzen, bis eine dicksämige Masse entstanden ist. Kardamom und Pfefferkorn entfernen, die Masse in Schälchen füllen und einige Minuten in den Kühlschrank stellen. Dann die Schokocreme darauf verteilen. Wieder kühl stellen.
Als Dessert leisten wir uns noch eine yummie!
Schokocreme mit Blutorangen-Shot (für 6 kleine Schälchen)
400 g Seidentofu
120 g Schokolade (70-80%ig)
etwas Agavendicksaft
1/2 TL Vanillezucker
1 Prise Chilipulver
Saft von 2 Blutorangen
2 Kardamomkapseln
1 schwarzes Pfefferkorn
3 TL Vollrohrzucker
1 TL Maizena
Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Den Seidentofu mit dem Pürierstab cremig aufschlagen. Den Vanillezucker, Agavendicksaft, Chili und nach und nach die geschmolzene Schoki dazu geben und weiterpürieren. Kühl stellen. Den Blutorangensaft mit dem Zucker und Maizena verrühren und mit den aufgeschlitzten Kardamomkaspeln und dem Pfefferkorn im Wasserbad so lange erhitzen, bis eine dicksämige Masse entstanden ist. Kardamom und Pfefferkorn entfernen, die Masse in Schälchen füllen und einige Minuten in den Kühlschrank stellen. Dann die Schokocreme darauf verteilen. Wieder kühl stellen.
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