17. Februar 2025

Belugalinsencurry mit Harissa-Süßkartoffel

Knackige Belugalinsen im würzig-wärmenden Eintopf

Brrr, jetzt ist es aber wirklich kalt geworden in der Wienerstadt. Was wärmt besser von innen als ein würziger Linsen-Gemüse-Eintopf? Noch dazu, wo es mittlerweile Belugalinsen in Bioqualität aus Niederösterreich gibt. Alternativ können auch die kleinen Berglinsen (die gibts sogar aus Wien - vom Wienerberg wahrscheinlich 😂 - nein, sie stammen vom Bio-Stadtgut Laxenburg, auch keine wirklich alpine Region 🌄) verwendet werden. Beide Sorten haben den Vorteil, dass man sie nicht einweichen muss, sie trotzdem in einer halben Stunde geköchelt sind und dabei schön angenehm bissfest bleiben.

Na dann legen wir gleich los:

Belugalinsencurry mit Harissa-Süßkartoffel und Blattspinat (2 P.)

  • 1 Süßkartoffel
  • Olivenöl
  • 1 TL Harissapaste
  • 1 Zwiebel
  • 1 Scheibe Sellerie
  • 2 Karotten
  • 2 Handvoll Blattspinat
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Currypulver
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1/2 Zimtstange
  • ca. 250 ml Passata
  • 100 g Belugalinsen
  • ca. 1/2 l Gemüsebrühe
  • Salz
  • Zitronensaft
  • 1/2 TL Rohrzucker
  • Joghurt

Süßkartoffel in mundgerechte Stücke schneiden, 1 EL Olivenöl und Harissapaste mit der Süßkartoffel vermischen und in einer mit Backpapier ausgelegten Backform bei 180° Umluft ca. 30 Minuten backen.

Zwiebel, Karotte und Sellerie in kleine Würfel schneiden. Olivenöl in einem Topf erhitzen und das Gemüse darin anbraten. Die ganze Knoblauchzehe dazugeben (die fischt man am Ende wieder heraus), dann Currypulver, Lorbeerblätter und Zimtstange. Mit Passata aufgießen. Die Belugalinsen und die Gemüsebrühe dazugeben. Die Linsen bissfest köcheln (dauert ca. 30 Minuten), evt. noch Gemüsesuppe nachgießen. 5 Minuten vor Garende den gut geputzten, grob geschnittenen Blattspinat und die Süßkartoffel dazugeben und mit Salz, Rohrzucker und Zitronensaft abschmecken. Mit einem Klacks Joghurt servieren.

14. Februar 2025

Gemüse aus dem Backofen | Grüne Tahinsoße

Weißkraut, Rote Rübe und Karotte - im Ofen gebacken und mit einer frischen, grünen Tahinsoße serviert.

Ein sehr unkompliziertes Essen, das frau beliebig und saisonabhängig variieren kann, ist im Backofen zubereitetes Gemüse. Dafür eignen sich erstaunlich viele Gemüsesorten: Nicht nur Wurzelgemüse und Rüben wie Pastinaken, Karotten und Rote Rüben landen neben Hokkaidokürbis, Süßkartoffel bzw. Erdäpfeln in fraus Backofen. Auch Krautsorten, allen voran das Weißkraut, machen sich als Ofengemüse wunderbar. In unserem Fall heute gab es u.a. Weißkraut, das bei dieser Zubereitungsart schön angebräunt und knusprig wird.

Ein Backblech oder eine Ofenform mit Backpapier belegen. Das Gemüse in Stücke schneiden, großzügig mit (natürlich sehr gutem, eh klar) Olivenöl beträufeln, salzen und mit einer Gewürzmischung nach Wahl bestreuen. Bei frau gab es heute noch die Reste aus dem Gemüsefach, bevor morgen wie fast jeden Samstag Vormittag auf dem Bauernmarkt am Karmelitermarkt Jagd auf frisches Gemüse gemacht wird. 🏹

  • Rote Rübe mit einer Madras Currymischung
  • Karotte mit Sonnenkuss Gewürzblüten
  • Weißkraut mit einer leicht scharfen Gewürzmischung namens Bashir Special (Paprika, Koriander, Kurkuma, Meersalz, Knoblauch, Ingwer, Chili, Pfeffer, Kümmel, Cayennepfeffer, Kardamom) 

Und dazu passt zum Beispiel eine richtig schön grüne Tahinsoße:

  • ca. 40 g Rucola
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz
  • 3 EL weißes Tahin (Sesammus)
  • Saft einer halben Zitrone
  • etwas Wasser

Zuerst Knoblauchzehe, Rucola und etwas Wasser mit dem Stabmixer pürieren. Dann Tahin, Zitronensaft und Salz hinzufügen und abschmecken.

Was sonst noch geschah im Jänner und Februar?  Naja, wir verbringen viel Zeit mit Nachrichten hören und hoffen, dass bald eine vernünftige Koalitionslösung zustande kommt. 😕

Nach der Weihnachtsschlemmerei ist vor der Fastenwoche....

... im schönen Tennengau.

Und nach dem Fasten ein wohlverdienter Besuch im wunderbaren Léontine.


3. Januar 2025

2x Rotkraut im Topf | Happy new year 💜

Winterliche Rotkrautsuppe in lila 💜
Happy new year!

Neues Jahr, neue Rezepte: Et voilà widmen wir uns dem derzeit am Markt angebotenen Wintergemüse. Denn es ist ja entgegen landläufiger Meinung gar nicht so, dass es um diese Jahreszeit kaum regionales Gemüse zu kaufen gibt. Meine Biobauern am Karmelitermarkt erfreuen mich jedenfalls in diesen ersten Jännertagen mit einer reichen Auswahl an frischem Gemüse: knackiger Blattspinat, rote Rüben, Grünkohl, Salate, Chinakohl, Karotten, Kohlsprossen, schwarzer Rettich, Weißkraut, Rotkraut und und und. 

Und das hübsche Rotkraut werfen wir gleich zweimal in den Kochtopf. Die Zutaten ähneln einander, das Ergebnis ist einmal - dank der Kokosmilch - ein sehr hübsches lila Süppchen und im zweiten Fall ein winterlich gewürztes Gemüsegericht. 

Rotkrautsuppe (2 P.)

  • 1 TL Kokosöl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 200 g Rotkraut
  • 1/2 TL Rohrzucker
  • 50 ml roter Traubensaft
  • 400 ml Gemüsesuppe
  • 100 ml Kokosmilch
  • 1/2 TL gemahlener Ceylonzimt
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Sternanis
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 Schuss Aceto Balsamico

Zwiebel und Rotkraut fein schneiden im Kokosöl anbraten. Zucker dazugeben und leicht karamellisieren, dann mit dem Traubensaft ablöschen. Mit Gemüsesuppe und Kokosmilch aufgießen und die Gewürze hineingeben. Wenn das Kraut weich ist, Steranis entfernen, die Suppe pürieren, abschmecken und gleich servieren.

💟💟💟

Winterliches Rotkraut (2 P.)

  • Oliven- oder Sonnenblumenöl
  • 1/2 Stange Lauch
  • 1/2 kleines Rotkraut
  • 1/2 TL Kokosblütenzucker (oder anderen Zucker)
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 1 Sternanis
  • 3 Wacholderbeeren
  • 1 Lorbeerblatt
  • etwas roter Traubensaft
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • Aceto Balsamico

Den Lauch in Ringe und das Rotkraut in feine Streifen schneiden. Im heißen Öl anbraten, dann den Zucker und die Gewürze dazugeben und weiterbraten. Mit Traubensaft und etwas Wasser aufgießen, salzen und pfeffern und das Rotkraut weich dünsten. Mit Balsamico abschmecken.

Silvesterwanderung im schönen Thayatal - bei leider sehr dichtem Nebel.

Die frische Pasta - Maltagliati - wurde schon am Vorabend zubereitet, um dann...


... am Silvesterabend schnell geköchelt als Kimchi-Krautfleckerl serviert zu werden (hier das Rezept vom Café Azzurro - ein bisschen weniger Butter als die angegebenen 250 g tut es aber auch. 😅)

Auch eine feine Jahresendwanderung: der Stadtwanderweg 4a in Ottakring bei herrlichem Sonnenschein... 🧝

... während das Sommerbad im Winterschlaf liegt. 💤


2. Dezember 2024

Gebratener Chinakohl | Verprass das Gemüse aus dem Wintergemüsekistl

 

Gebratener Chinakohl mit Teriyakisoße (hier mit Reisnudeln)

Heute mal wieder ein blitzschnelles Wokgericht, das insofern notwendig wurde, als sich im  Gemüsekisterl nicht nur ein Stück Chinakohl, sondern ganze 3 Stücke davon tummelten. Da muss frau für die Verarbeitung schon etwas anderes als bloß Beilagensalat einfallen... Zudem sollten wir in der kalten Jahreszeit ja auch nicht so viel Rohkost und Salate, sondern lieber warme Speisen essen. Hm... 

Diesen gebratenen Chinakohl mit Teriyakisoße habe ich dann gleich zweimal geköchelt, weil er erstens superschnell zubereitet ist und zweitens ein wirklich schmackhaftes Mittagessen darstellt. Für eine Portion, zu der am besten Basmatireis oder Reisnudeln passen, verwendet man einen kleinen bzw. die Hälfte eines großen Chinakohls.


Gebratener Chinakohl (1 P.)

  • 2 EL Sesamöl
  • 1 Schalotte oder 1/2 (rote) Zwiebel
  • 1 kleiner Chinakohl
  • 1 EL Sesam
  • 1-2 EL Teriyakisoße
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Schalotte klein schneiden, Chinakohl in Streifen schneiden, den Strunk und evt. äußere Blätter wegschneiden.

Die Schalotte und den Sesam in Sesamöl braten, dann den Chinakohl dazugeben. Ein paar Minuten braten, würzen und die Teriyakisoße unterrühren. Mit Basmatireis oder Reisnudeln servieren.

Auf den "allerersten Advent" (© unbekanntes Kleinkind in der U-Bahn) konnten wir auch schon anstoßen. ☺

Erfreulicher kulinarischer Ausflug zum Mühltalhof im grauen November: Trüffelpasta als Zwischengericht.

Saiblingsfilet und Erbsenschoten als Hauptgang.

Zwischendurch wurde die Mühlviertelrunde begangen, eine nette Wanderung zur Verdauung. 😉